927392

Dateiverkehr leicht gemacht

13.10.2004 | 11:10 Uhr |

Die Oberfläche des neuen Dateimanagers aus der Ukraine Disk Order erinnert aber an einen alten Bekannten.

So manchem Anwender wird das Programm Disk Order auf den ersten Blick bekannt vorkommen: Die Oberfläche ähnelt nämlich sehr stark dem Norton Commander, dem Urahn aller Dateiorganisatoren. Was hat nun ein solches Programm unter Mac-OS X verloren? Vor beinahe zwanzig Jahren war die Zwei-Fenster-Ansicht ja neu und praktisch, Mac-OS X besitzt aber mit dem Finder einen der besten Dateimanager auf dem Markt. Ist doch eine Hauptaufgabe eines "Finder" oder "Explorer" das Verwalten von Dokumenten, Dateien und Programmen. Mit Version 10.3 wurde der ehemals recht lahme Mac-OS X-Finder angenehm schnell und in seinen Funktionen stark erweitert. Viele Mac-Einsteiger mit jahrzehntelanger Windows-Gewöhnung fragen aber dennoch immer wieder nach einer Mac-Alternative zu Total Commander, Servant Salamander und Co. Vor allem für diese Zielgruppe ist der Disk Order ein interessantes Produkt.

Die Zwei-Fenster-Philosophie hat bei Dateioperationen Vorteile gegenüber der "Verlaufansicht" des Finder. Quelle und Ziel von Dateioperationen haben einen eigenen Bereich, was die Bedienung erleichtert. Beim Navigieren durch Ordner hat man bei einem sichtbaren Ordnerverlauf dagegen Vorteile - etwa beim Suchen oder Sichten von Daten. Setzt doch auch Windows bei seinem Explorer auf das gleiche Prinzip wie Apple.
Anders als beim Mac-OS-X-Finder lassen sich in Disk Order Dateioperation sehr gut per Tastatur steuern. Dabei sollte das Programm auch auf älteren Rechnern angenehm schnell arbeiten. Für viele langjährige Macanwender dürfte die Bedienung aber ungewohnt sein. So wechselt man per Rückschritt-Taste ins nächst höhere Verzeichnis, per Tabulator wechselt man von einem Fenster ins andere. Sogar die Tasten F1 bis F8 sind belegt, was unter Mac-OS-X-Sharewareautoren geradezu verpönt ist. Taste F1 aktiviert das linke Fenster, F2 das rechte Fenster und mit der Taste F5 kopiert man Dateien. Die Entwickler haben sich zwar Mühe gegeben, auch die unter Mac-OS X gebräuchlichen Tastaturbefehle zu integrieren, ohne einige Einarbeitungszeit kommt man aber nicht weit. Praktisch sind auch die integrierte Brennfunktion und die Option, sichtbare Dateien ein- und auszublenden. Ein Vorschaufenster blendet man mit dem Befehl Quickinfo ein.

0 Kommentare zu diesem Artikel
927392