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EU fordert Preissenkungen für mobilen Datenverkehr

31.07.2008 | 10:13 Uhr

Die Preise für mobilen Datentransfer innerhalb der Europäischen Union könnten schon bald sinken. Die zuständige EU-Kommissarin Viviane Reding fodert einen Preis von 1 Euro netto je Megabyte, aktuell beträgt der Durchschnittspreis 3,50 Euro.

Viviane Reding arbeit am Umbruch des europäischen Mobilfunkmarktes. Die EU-Kommissarin für Informationsgesellschaft und Medien hat es auf die überzogenen Preise für Telekommunikation im Ausland abgesehen und fordert diesmal eine Deckelung für Daten-Roaming innerhalb der Europäischen Union. Ihrer Ansicht nach sei 1 Euro je Megabyte (netto) akzeptabel, aktuell werden die meist ahnungslosen Mobilfunkkunden beim grenzüberschreitenden Datenverkehr mit durchschnittlich 3,50 Euro zur Kasse gebeten. Sogar Preise bis 16 Euro je Megabyte seien möglich.

Dem Magazin Spiegel Online zufolge , soll die neue Regulierung bereits im Herbst der Europäischen Kommission vorgeschlagen werden. Der Entwurf müsse aber "von der gesamten Kommission beschlossen werden", wird ein Kommissionsvertreter zitiert. Ebenso seien die Zustimmungen des Europäischen Parlaments und der EU-Mitgliedsländer notwendig. Mitte Juli kündigte die Kommissarin bereits eine Regulierung der SMS-Preise im Ausland an. Zwar stehen die genauen Beträge noch nicht fest, doch für Auslands-SMS innerhalb der Europäischen Union erwartet sie einen Preis zwischen elf und 15 Cent. Derzeit kostet eine Kurzmitteilung rund 29 Cent, teilweise berechnen die Anbieter bis zu 80 Cent für jede Nachricht, was eine Gewinnmarge von 97 Prozent ergibt.

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