1557697

Amazon stellt Cloud-Dienst Glacier vor

22.08.2012 | 11:10 Uhr |

Amazon Web Services (AWS) bietet mit dem Dienst Glacier jetzt eine kostengünstige Cloud-Speicherlösung für die Archivierung und Sicherung von Daten an. Die Kosten betragen 1 US-Cent pro Gigabyte pro Monat.

Amazon Glacier wurde einer Mitteilung zufolge für Daten entwickelt, auf die nur selten zugegriffen wird, die jedoch zur späteren Verwendung unbedingt aufzuheben sind - mehr oder weniger alles, was heutzutage auf Tape gesichert wird also. Als Beispiel nennt AWS digitale Medienarchive, Finanz- und Patientenunterlagen, genomische Rohsequenzdaten, langfristige Sicherung von Datenbanken sowie Daten, die zur Einhaltung gesetzlicher Vorschriften (Compliance) aufzubewahren sind.

Die Kosten für Amazon Glacier beginnen bei 1 US-Cent pro Gigabyte und Monat. Sie sollen damit deutlich unter denen unternehmensinterner Lösungen liegen, die aus Sicht von Amazon aufgrund hoher Vorauszahlungen für Archivierungslösungen und vorausschauend bestellter Überkapazitäten oft viel zu teuer seien.

Amazon Glacier wurde laut AWS konzipiert, um eine durchschnittliche jährliche Dauerhaftigkeit von 99,999999999 Prozent für ein Archiv bereitszustellen. Der Service repliziert dazu automatisch alle Daten in mehreren Anlagen und prüft die Integrität kontinuierlich. Bei Hardwareausfall oder Datenkorruption verwendet er redundante Daten zur automatischen Reparatur.

Übertragen kann man die Daten zu Amazon Glacier via SSL; gespeichert werden sie automatisch mit AES-256-Verschlüsselung. Das Abrufen von Archiven von Amazon Glacier erfolgt durch Auslösen eines Auftrags. Aufträge werden nach AWS-Angaben normalerweise in 3,5 bis 4,5 Stunden erledigt. Nutzer können ihre Archive in "Tresoren" organisieren, deren Zugriff via AWS Identity and Access Management-Service (IAM) geregelt wird.

Verfügbar ist Amazon Glacier bereits folgenden den Regionen: östliche USA (N. Virginia), westliche USA (N. Kalifornien), westliche USA (Oregon), Asien/Pazifik (Tokio) und westliche EU (Irland). ( Computerwoche )

0 Kommentare zu diesem Artikel
1557697