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Datenbank für jedermann: Filemaker veröffentlicht Bento 2

14.10.2008 | 15:34 Uhr |

Bento ist Filemakers Produkt für den Massenmarkt. Was ist neu in der zweiten Version?

Nicht einmal ein Jahr nach der ersten Version von Bento wagt Filemaker den großen Sprung auf Version 2 seiner Consumer-Datenbank. Bento soll das Erstellen und die Verwaltung von Datenbanken, die mit Filemaker Pro fortgeschrittenen Anwender vorbehalten ist, jedermann ermöglichen. In Sachen Funktionsumfang blieben allerdings einige Wünsche offen. Version 2 zeigt nun: Die Entwickler haben auf die Kunden der ersten Stunde gehört.

Bewährtes bleibt

Wer Bento 2 startet und die Version 1 kennt, der fühlt sich gleich wie zu Hause. Auf den ersten Blick hat sich kaum etwas verändert: Das Hauptfenster teilt sich immer noch in drei Bereiche auf, nun allerdings ist die rechte Spalte für die Datensätze in die linke Bibliotheks-Spalte gewandert. Da diese ohnehin nur Text und kleinere Symbole enthält, erscheint das sinnvoll und dürfte vor allem Benutzer mit kleinen Displays freuen. Auf Wunsch lassen sich die einzelnen Bereiche weiterhin ausblenden. Auch Neukunden macht Bento 2 den Einstieg so leicht wie sein Vorgänger.

Den Anspruch, für alle bedienbar zu sein, die mit iTunes und dem Mac-OS-X-Adressbuch zurechtkommen, erfüllt die Software noch immer: In der Benutzeroberfläche findet sich der iLife-Versierte sofort zurecht - wer dennoch Einstiegshilfe braucht, wird auf Filemakers Bento-Seite mitsamt Video-Tutorials fündig. Die Arbeit mit dem Adressbuch drängt sich geradezu auf. Bento greift direkt auf die Datenbanken zu, die auch Apples Organizer-Anwendungen iCal und Adressbuch verwenden. Wer etwas in Bento ändert, findet es im Adressbuch und im Terminkalender direkt wieder - und umgekehrt. In der ersten Version schienen die Entwickler noch vergessen zu haben, die Icons der einzelnen Kontakte mit in ihre Datenbanksoftware zu holen, Bento 2 hingegen kann das.

Anbindung an Apple iCal, das Adressbuch, an Mail und mehr

Im Gegensatz zum Vorgänger hört Bento 2 allerdings nicht mit der Anbindung an iCal und das Adressbuch auf. Auf Wunsch kann man einzelnen Datensätzen E-Mails und News aus RSS-Feeds hinzufügen - direkt aus Bento heraus können Benutzer Apples Mail.app öffnen und Nachrichten per Drag and Drop hinzufügen, danach kann Bento sie auch ohne den Umweg über Mail anzeigen. Auch lassen sich Musik-, Bild- und Videodateien problemlos in Bento einfügen. Die Datenbank zeigt Kartenmaterial von Google Maps an, Konversationen über iChat kann man direkt aus Bento heraus starten.

Die iApps als Vorbild

Dass Bento sich an Apples iSoftware orientiert, verdeutlicht nicht nur die sehr vertraute Benutzeroberfläche. Auch bei den Funktionen haben sich die Filemaker-Entwickler an vielen Stellen von den Kollegen des Mutterunternehmens inspirieren lassen. Oben rechts befindet sich ein Suchen-Dialog, der bei Eingabe weiterer Buchstaben die Ergebnisse immer weiter eingrenzt. Die erweiterte Suchen-Funktion kennt mehrere Suchroutinen, die sich kombinieren und dann in einer intelligenten Sammlung abspeichern lassen, die sich eigenständig erneuert.

Die Parallele zu intelligenten Wiedergabelisten (iTunes) oder Fotoalben (iPhoto) ist nicht von der Hand zu weisen. Zusätzlich speichert die Software einzelne Datenbanken getrennt voneinander ab. Das bedeutet allerdings nicht, dass sich von einer Datenbank aus nicht auf die Daten einer anderen zugreifen lässt: Einzelne Datensätze können sogar relational miteinander verbunden werden.

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