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Microsoft löscht versehentlich Nutzerdaten des ersten Smartphones

13.10.2009 | 11:21 Uhr |

Durch eine massive Datenpanne sind alle Nutzerdaten des Sync-Dienstes für die Sidekick-Smartphones in den USA verloren. Durch wurden auch Telefonbücher und Termine auf den Geräten gelöscht.

T-Mobile Sidekick
Vergrößern T-Mobile Sidekick

Durch eine umfassende Datenpanne hat Microsoft alle Nutzerdaten auf den Servern der Sidekick-Smartphones gelöscht. Diese synchronisieren die Kontakte, Fotos und Termine von Kunden der "T-Mobile Sidekick"-Serie. Dadurch, dass die Server nun leer sind, werden bei einem Abgleich auch die Daten auf dem Handy entfernt. Nur Nutzer, die ihre Daten mit einem Programm eines Drittanbieters lokal auf dem Computer gesichert haben, haben ein Backup.

Das Sidekick-Handy gilt als eines der ersten echten Smartphones und konnte schon 2003 im Web surfen, Instant Messaging betreiben und Termine sowie Kontake online abgleichen. Das Sidekick entstand laut Macworld auf Betreiben einiger Ex-Apple-Mitarbeiter. Andy Rubin, der später die Android-Plattform initiierte, war der Kopf des neuen Systems mit dem Namen Danger. Später kaufte Microsoft das Unternehmen. Heute ist Rubin Chef der Mobilsparte bei Google.

Vermutlich das Ende der Baureihe

Microsoft und T-Mobile entschuldigen sich für den Verlust.
Vergrößern Microsoft und T-Mobile entschuldigen sich für den Verlust.

Die Daten der Server und der Geräte sind unwiderbringlich verloren. "Wir müssen Sie informieren, dass die Informationen auf Ihrem Gerät beinahe sicher verloren sind", melden T-Mobile und Microsoft auf der Sidekick-Homepage. Laut Gerüchten sei der Datenverlust bei einem Serverupdate aufgetreten. Dieser Zwischenfall ist möglicherweise das Ende der Baureihe. T-Mobile hat derzeit alle Sidekick-Geräte aus dem Programm genommen. Der Zwischenfall zeigt die Nachteile des "Cloud Computings" , bei dem alle Daten zentral auf Servern gespeichert sind.

Microsoft betont, dass Danger eine eigenständig arbeitende Abteilung mit eigener Serverinfrastruktur sei. Auch T-Mobile will für das Dilemma nicht verantwortlich sein und bietet den betroffenen Kunden eine Gutschrift von 100 Dollar.

Nachtrag : Laut Microsoft habe man einen Großteil der Daten wiederherstellen können. Man sei zuversichtlich, alle Nutzerdaten retten zu können. Nach einer Prüfung sollen die Daten wieder freigegeben werden.

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