Von Benjamin Schischka - 08.02.2013, 12:15

Deutschland

Datenschützer setzen sich durch gegen Facebook-Gesichtserkennung

©Facebook inc.

Die Facebook-Gesichtserkennung ist dank der Datenschützer nicht nur eingestellt; das soziale Netzwerk will alle bisher gesammelten biometrischen Daten gelöscht haben.
Der Beauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit aus Hamburg hat das im letzten Jahr gegen Facebook begonnene Verwaltungsverfahren eingestellt. Das Verfahren richtete sich gegen die Gesichtserkennung bei Facebook, die beim Markieren von Freunden auf Fotos helfen sollte. Wegen Datenschutzbedenken war man dagegen vorgegangen. Weil die Funktion mittlerweile europaweit abgeschaltet worden ist und Facebook versprochen haben soll, alle bisher erfassten biometrischen Daten zu löschen, wurde das Verfahren nun eingestellt.
Der Hamburger Datenschutzaufsichtsbehörde will die Löschung sogar kontrolliert haben. Hierzu habe Facebook Auszüge aus dem zum Löschen benutzten Programmcode vorgelegt. Auch der irische Datenschutzbeauftragte, der eigene Untersuchungen angestellt hat, habe die Löschung kontrolliert. Man habe Facebook außerdem gedroht, sofort ein neues Verfahren zu starten, wenn das soziale Netzwerk die Gesichtserkennung wieder einführt, ohne dabei die deutschen Datenschutzvorgaben zu berücksichtigen.

„Facebook hat auf unseren Druck reagiert und die rechtswidrige Erhebung personenbezogener Daten eingestellt sowie die zur Dokumentation erforderlichen Auskünfte erteilt. Außerdem wurde zugesagt, dass Facebook zukünftig die datenschutzrechtlichen Vorgaben erfüllen wird. Das Unternehmen weiß, welche unserer Forderungen nicht diskutierbar sind. Hierzu gehört insbesondere eine bewusste und informierte Einwilligung des Nutzers vor jeder biometrischen Erfassung“, sagt Johannes Caspar, der Hamburgische Beauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit.
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