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Apple und Google sagen vor US-Senat zur Location-Affäre aus

02.05.2011 | 07:00 Uhr |

Nach der Einmischung des US-Kongresses dürfen Apple und Google mit einer langen Reihe von Anhörungen über Entwicklung von neuen Technologien und Einhaltung aller Datenschutzauflagen rechnen

Gericht-Urteil
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Al Franken und Patrick Leahy , zwei US-Senatoren, bestätigten am letzten Donnerstag, dass sowohl Repräsentanten von Apple als auch Google in einer Anhörung vor dem Kongress zum Thema Datenschutz und Handys aussagen werden. Franken beschreibt die Anhörung als den ersten Schritt in einer von Kongress angesetzten Untersuchung, ob der Einsatz von mobilen Geräten, wie Smartphones und Tablet-PCs, gegen Bundesgesetze der USA verstößt. Leahy betont, wie wichtig es ist, dass Entscheidungsträge für Richtlinien und die Kunden voll über den Einsatz von neuen Technologien und deren Einfluss auf Datenschutz informiert sind.

Franken leitete die Kongress-Untersuchung am gleichen Tag ein, als britische Datenschützer Informationen über die unverschlüsselten Ortungsdaten auf dem iPhone und iPad veröffentlichten. Franken lud Google und Apple am Montag zu der Anhörung ein und Leahy sendete am Mittwoch eine schriftliche Stellungsnahme an die beiden Firmen, in der er weit reichende Bedenken über die Praktiken äußerte, in Android-Smartphones und iPhone ohne ausdrückliche Genehmigung durch den Kunden Ortungsdaten zu sammeln. Während sich die öffentliche Aufmerksamkeit bisher fast ausschließlich auf Apples iOS richtete, sammelt Googles mobiles Betriebssystem Android auf Smartphones die gleichen Daten.

Bereits am letzten Mittwoch kündigte Apple Änderungen für sein iOS an und Steve Jobs bestätigte gegenüber Wall Street Journal und New York Times die Teilnahme an der Anhörung. Während Apple grundweg abstreitet, sein Kunden auszuspähen , beharrt Google darauf, Ortungsdaten nur mit Zustimmung der Anwender zu sammeln. Google erklärte in einer Stellungsnahme gegenüber IDG, dass die gesammelten Daten anonym an Google Server übertragen werden und keine Informationen zum Zurückverfolgen der Anwender enthalten.

Michael Robinson, Vizepräsident der Anwaltsfirma Levick Strategic Communications , hat jede Menge Erfahrung mit solchen Verfahren und sieht nach der Einmischung des Kongresses eine lange Reihe von Anhörungen auf Apple und Google zukommen. Die erste Anhörung durch Franken findet am 10. Mai statt und wird auch die Aussagen von Vertretern der US-Handelsbehörde und dem Direktor für Datenschutz des Zentrums für Demokatrie und Technologie aufnehmen.

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