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Datenschutz-Kritik an Google Glass

18.03.2013 | 09:26 Uhr |

Die Kritik an Google Glass wegen der Möglichkeiten zur Verletzung der Privatsphäre nimmt zu, sogar die Deutsche Telekom warnt.

Ein neues Blog namens Stop The Cyborgs soll über die möglichen Gefahren von Google Glass informieren und verhindern, dass Privatsphäre in Zukunft unmöglich wird und Unternehmen die totale Kontrolle ausüben. Google habe die Marktmacht, eine "Spionagekamera" für die Allgemeinheit akzeptabel zu machen.

Niemand könne wissen, ob er gerade aufgenommen wird, sei es mit oder ohne Video. Die ganzen gesammelten Daten könnten sogar enorme Auswirkungen auf die Gesellschaft haben, da immer mehr Entscheidungen aufgrund von Informationen getroffen würden, die Google liefert. Damit würden Menschen zu Knotenpunkten eines Netzwerks degradiert.

Auch die Deutsche Telekom warnt anlässlich des Europäischen Verbraucherschutztages vor Google Glass, "einer Brille, mit der sich unbemerkt Fotos oder Videos aufnehmen und sofort ins Internet laden lassen". Das sei eine schlechte Seite der Technologiemedaille. Verbraucher müssten jederzeit die Kontrolle über ihre Daten haben. Daher sollte das Einverständnis zur Datennutzung nicht in AGBs versteckt werden.

"Jeder einzelne Verbraucher muss wissen und damit einverstanden sein, dass ein Anbieter Daten über ihn erhebt, zu welchem Zweck, an welcher Stelle, wie lange und aus welchem Grund. Nur so verhindern wir es auf Dauer, den gläsernen Menschen zu schaffen", so Telekom-Chef Reinhard Clemens.

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