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Datenschutz: Suchmaschinen im Visier der EU

08.04.2008 | 16:29 Uhr |

Die EU-Kommission schaut den Suchmaschinenanbietern auf die Finger. Sie fordert, dass Nutzerdaten nach sechs Monaten gelöscht werden. Aber nicht alle halten sich daran.

Die Datenschützer der EU fordern von Suchmaschinen, dass keine Daten länger als sechs Monate gespeichert werden sollen. Die Datenschutz-Gruppe „Artikel 29“ hatte das Verhalten der Betreiber untersucht und Anforderungen an den Datenschutz aufgestellt.

Sie sehen keinen Grund, Daten länger als sechs Monate zu speichern. Suchmaschinenbetreiber protokollieren Suchbegriffe, IP-Adressen und speichern Cookies auf dem Rechner der Nutzer. Google-Manager Peter Fleischer widerspricht in einer Stellungnahme in einem Blog und rechtfertigt sich, dass Suchanfragen sowie IP-Adressen keine persönlichen Daten seien. Die Speicherung diene der Erhaltung der Qualität des Dienstes.

Die EU-Datenschützer betrachten Suchanfragen jedoch als „persönlich“, wenn sie beispielsweise über Cookies identifizierbar seien. Mit den Daten aus Suchmaschinen könnte man Profile der Nutzer in Bezug auf die Interessen erstellen, so der Bericht der Kommission. Sie verlangt, dass die Anbieter die Daten entweder löschen oder anonymisieren.

Info: Bericht der Datenschutzgruppe (pdf, Englisch)

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