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Weitere Datenschutzklage gegen Apple

02.02.2011 | 07:35 Uhr |

Ein Apple-Kunde hat in Kalifornien eine Klage gegen den iPhone-Hersteller eingereicht, die Apple beschuldigt, persönliche Daten der iPhone- und iPad-Nutzer ohne deren Einverständnis an Entwickler weiterzugeben

Gericht-Urteil
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Anhand der UDID des iOS-Gerätes, auf die Entwickler Zugriff haben, könnte diese personifizierte Daten zum Surfverhalten und der App-Nutzung schließen - und diese nicht selten an Werbetreibende verkaufen. "Apples Datenschutzrichtlinien sind undurchsichtig und verwirrend, aber eine Sache ist klar: Apple informiert Nutzer von mobile Geräten nicht, dass mit der Weitergabe der UDID an Entwickler diese in der Lage sind, private und teils intime persönliche Informationen mit einem Namen zu verknüpfen," heißt es laut IDG News Service in der Klage. Die UDID gebe Entwicklern bei jedem Klick auf einen Banner oder eine App detaillierte Informationen über den Anwender. Zahlreiche Apps würden ihren Entwicklern einträgliche Geschäfte bescheren, indem sie Informationen über Aufenthaltsort, Kontakte oder den Namen des Nutzers an die Server der Softwarehersteller sendeten. Diese habe eine Studie von Sicherheitsexperten der Bucknell University belegt. Apple hat auf Nachfragen des IDG News Service nicht reagiert.

Im Dezember 2010 hatte bereits das Wall Street Journal über den Verdacht berichtet, Apps könnten persönliche Informationen ohne Einwilligung der Anwender weitergeben. Das hatte Apple dementiert, iPhone-Apps seien nicht dazu gedacht, Daten ohne Einwilligung des Users zu versenden und ihn über die Details des Versandes zu informieren. In seinen Datenschutzrichtlinien schreibe Apple laut Kläger, dass der iPhone-Hersteller an ihn übermittelte persönliche Daten verwende und weitergebe, um die Qualität von Service und Werbung zu verbessern, jedoch nicht zu Marketingzwecken. Die am Bezirksgericht von Nordkalifornien eingereichte Klage soll den Status einer Sammelklage erhalten. Eine ähnliche Klage war gegen Apple bereits vor einem Jahr in Kalifornien eingegangen.

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