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Privicons drücken Grad der Vertraulichkeit von E-Mails aus

23.11.2011 | 07:04 Uhr |

Was darf man mit der gerade empfangenen E-Mail alles anstellen oder ist sie streng vertraulich? Ein von Sicherheitsforschern und Designern aus den USA und Europa vorgeschlagener Satz von Icons und ihren ASCII-Entsprechungen sollen dem Empfänger klare Instruktionen dafür geben

Privicons
Vergrößern Privicons

Die Privicons bitten etwa darum, die E-Mail privat zu halten, was mit dem ASCII-Zeichen [X] in reinem Text ausgedrückt wird, sie nicht auszudrucken ([/]), sie sofort nach Empfang oder einem angegebenen Zeitraum in Tagen zu löschen ([=]), sie als anonym verfasst zu betrachten ([-]) oder intern zu halten ([o]).

Der Icon- und Zeichensatz ist als Vorschalg bereits seit November 2010 bekannt, für Googles Browser Chrome ist mit einer Erweiterung nun die erste Implementierung erfolgt. Hat man das Add-On installiert, erscheinen die Privicons als Option im Fenster, in dem man E-Mails über den Dienst Googlemail verfasst. Eine ähnliche Erweiterung soll in Kürze auch für Firefox vorliegen, berichtet der IDG News Service.

Die Icons samt ihrer Erklärungen sollen am Anfang einer Mail eingefügt werden, dazu ein Link zu weiteren Informationen. Anders als andere Datenschutzprojekte verlassen sich Privicons nicht auf technische Lösungen, die Unterstützer des Systems glauben fest daran, dass die Wünsche zum Grad der Vertraulichkeit die meisten Empfänger respektieren. Technische Lösungen würden hingegen das Recht auf freie Rede einschränken, argumentieren die Befürworter.

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