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Dell: Investitionen in Computer noch in weiter Ferne

18.09.2003 | 09:32 Uhr |

Michael Dell, Vorstandschef des US- Computerherstellers Dell, glaubt nicht daran, dass Firmen bald wieder in ihre Computernetzwerke investieren. Wie er dem «Wall Street Journal» (Mittwochsausgabe) sagte, sind die Unternehmen noch immer sehr vorsichtig, was Ausgaben im Informationstechnologie (IT)-Bereich angehe.

«Nicht viele Kunden kündigen für die nahe Zukunft einen massiven Ausgabenanstieg an», sagte Dell. Dell kündigte Wachstum durch geographische Expansion und Steigerung der Marktanteile an. Würde sich das Investitionsverhalten erholen und die Firmen wieder Geld in ihre Computersysteme stecken, wäre Dell begeistert. «Aber es ist nicht sicher, dass das kommt», so Dell. Zwar würden die Verantwortlichen optimistischer in die Zukunft blicken, denn «sie haben wieder mehr Kontrolle über das Geld». Das hieße aber nicht, dass sie bereit seien, mehr auszugeben. Allerdings gewinnen die Firmen nicht dadurch, ihre Computer besonders lange laufen zu lassen. Erst jüngst hat eine Studie des amerikanischen Marktforschungsinstituts Gartner ergeben, dass Unternehmen nur selten Kosten einsparen können, wenn sie ihre Bürocomputer erst nach fünf oder sechs Jahren gegen neue Geräte austauschen. Der vermeintliche Preisvorteil durch späteren Einkauf werde von höheren Kosten für Wartung und Ausfallzeiten der alten Geräte nichtig gemacht.

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