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Dell auf Expansionskurs

29.03.2005 | 10:59 Uhr |

Der US-Computerkonzern Dell will seine Kapazitäten bei der Herstellung von Personal Computern in China verdoppeln. Dell habe bereits die Erlaubnis der Behörden, in der Fujian-Provinz im Südosten Chinas ein weiteres Produktionswerk zu bauen, sagte Unternehmens-Gründer Michael Dell am Gründonnerstag der China Business News. In der neuen Fabrik sollen jährlich sechs Millionen PCs produziert werden, die für den Handel in China und Japan bestimmt sind. Über finanzielle Details machte das texanische Unternehmen keine weiteren Angaben.

Auch in Deutschland will Dell investieren, sogar eine eigene Fabrik ist denkbar. "Der deutsche Markt bietet uns die größten Wachstumsmöglichkeiten. Wir werden deshalb unsere Erwartungen erhöhen, erheblich investieren, neue Mitarbeiter einstellen, die Kapazitäten unserer deutschsprachigen Call-Center steigern und eine neue Fabrik in Zentraleuropa bauen, um näher an unseren Kunden zu sein", sagte Dell-Chef Kevin Rollins der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.

In Xiamen in der Fujian-Provinz produziert Dell derzeit 3,5 Millionen PCs pro Jahr, im Jahr 2004 kam der US-Computerbauer dem Bericht zufolge in China auf einen Marktanteil von 7,2 Prozent und war damit die Nummer vier. Lenovo führt mit 25,1 Prozent den dortigen Markt an. Das Unternehmen hatte im März die PC-Sparte von IBM gekauft und wird damit zum drittgrößten PC-Bauer der Welt aufsteigen. In Deutschland hat Dell einen Marktanteil von sieben Prozent, Fujitsu-Siemens, Medion, HP und Acer sind in Deutschland größer, auf dem Weltmarkt hingegen hat Dell selbst HP überholt.

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