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Dell baut Marktanteil in Deutschland aus

14.02.2003 | 14:15 Uhr |

Der Computerhersteller Dell ist seinem Ziel der Marktführerschaft in Deutschland im Jahr 2002 einen kleinen Schritt näher gekommen. Der Marktanteil sei von sechs auf sieben Prozent gestiegen, sagte Mathias Schädel, Geschäftsführer von Dell- Deutschland am Freitag in München. "In drei bis fünf Jahren wollen wir die Nummer eins sein." 2002 habe Dell auf Platz drei rangiert hinter Fujitsu-Siemens mit 18,9 Prozent Marktanteil und Hewlett- Packard. Aus Kostengründen will Dell etwas mehr Stellen aus Deutschland ins slowakische Bratislawa verlagern, als zunächst geplant. Bei Umsatz und Gewinn habe man 2002 in Deutschland Rekorde erzielt, sagte Schädel, ohne Zahlen zu nennen. In der Nacht zu Freitag hatte auch der Mutterkonzern ein Rekordergebnis bekannt gegeben. Im vierten Quartal des abgelaufenen Geschäftsjahres erzielte er einen Nettogewinn von 603 Millionen Dollar und einen Umsatz von 9,74 Milliarden Dollar. Für Dell-Deutschland erwartet Schädel auch für das laufende Jahr wieder Rekordzahlen: "Wir wollen die vom Gesamtkonzern angestrebten 25 Prozent Zuwachs beim Absatz und 18 Prozent beim Umsatz übertreffen." Wachstumsmotor seien Großrechner und Server sowie eine neue Notebook-Reihe, die im März auf den Markt kommen soll. "Da sich das Investitionsklima in Deutschland weiter eintrüben wird, wollen wir auch im Servicebereich stärker wachsen", sagte Schädel. 2002 habe das Absatz-Plus von Servern bei 34 Prozent auf 23 500 Rechner gelegen. Bei PCs habe der Zuwachs trotz eines rückläufigen Marktes rund zwölf Prozent auf 472 000 Geräte betragen. Um zu sparen, sollen in diesem Jahr mehr Stellen nach Bratislawa (Slowakei) verlegt werden, als zunächst vorgesehen war. Ende Januar hatte Dell noch von 180 der 700 Arbeitsplätzen gesprochen. Jetzt sollen 195 Stellen betroffen sein. "In Bratislawa arbeiten wir zu 20 bis 25 Prozent der deutschen Kosten", sagte Schädel. Zusätzlich zu den verlagerten Stellen sollen in der slowakischen Hauptstadt rund 200 neue geschaffen werden, die in erster Linie für den deutschen Markt zuständig seien.

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