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Dell ruft 4,1 Millionen Notebook-Akkus zurück

16.08.2006 | 12:36 Uhr |

Von einer Rückrufaktion des weltgrößten Computer-Herstellers Dell betroffene Kunden können kostenlos neue Laptop-Akkus erhalten. Dazu hat das Unternehmen in Frankfurt die Homepage www.dellbatteryprogram.com eingerichtet, die auch über den Button «Batterierückruf» auf www.dell.de erreichbar ist.

Dell XPS 2
Vergrößern Dell XPS 2

«Dort können Sie nachsehen, ob Ihre Seriennummer betroffen ist. In diesem Fall registrieren sie sich mit Ihrer Adresse und bekommen per Post einen neuen Akku zugeschickt», erläuterte Dell-Sprecher Stefan Böttinger am Dienstag dem dpa/gms-Themendienst. Bei Zustellung per Kurier würden die alten Akkus abgeholt - ein Termin dafür werde nach der Registrierung per Post oder E-Mail mitgeteilt. Die Seriennummer befinde sich auf einem weißen Aufkleber auf dem Akku. Informationen gibt Dell auch über eine kostenlose Verbraucher-Hotline unter der Rufnummer 00800/30 33 40 44. Dell hatte am Dienstag insgesamt mehr als 4,1 Millionen Notebook- Akkus zurückgerufen. Diese könnten überhitzen und Rauch entwickeln, hieß es zur Begründung. Sechs solche Fälle in den USA hätten die Aktion notwendig gemacht, sagte Böttinger - im Extremfall bestehe sogar Feuergefahr.

Betroffen sind Akkus der Laptop-Modellreihen Latitude, Inspiron, Precision und XPS, die zwischen dem 1. April 2004 und dem 18. Juli 2006 verkauft wurden. Die Akkus seien aber nicht nur zusammen mit Rechnern, sondern auch separat abgegeben worden. Nach Angaben der US- amerikanischen Verbraucherschutzbehörde CPSC handelt es sich um die größte Rückrufaktion für elektronische Produkte, die es je gab. In den betroffenen Lithium-Ionen-Akkus befinden sich laut Dell Zellen von Sony. Diese Bauteile seien fehlerhaft und könnten unter Umständen zu der Überhitzung führen. Als Vorsichtsmaßnahme werde daher «die ganze Charge» zurück gerufen, sagte Böttinger. Im vergangenen Dezember hatte Dell ebenfalls Akkus zurück gerufen. Damals waren aber weitaus weniger Teile betroffen. Bis zum Erhalt eines neuen Akkus rät Dell, den alten aus dem Computer zu entfernen. Über die externe Stromversorgung per Kabel und Netzteil dürften die Geräte aber ohne Einschränkungen weiter betrieben werden. (dpa)

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