Von Redaktion Macwelt - 27.12.2012, 00:49

Macwelt-Jahresrückblick

Dem iPhone 4S wird es schnell zu kalt

Dem iPhone 4S wird es schnell zu kalt

Laut Apple sollte das iPhone nur bei Umgebungstemperaturen von null bis 35 Grad zum Einsatz kommen, wer sein Telefon in der Frostperiode Ende Februar in Mitteleuropa - und im Prinzip während des gesamten skandinavischen Winters - draußen benutzt, macht das auf sein eigenes Risiko. Sollte das iPhone Schaden nehmen, spricht sich Apple von jeder Schuld frei und gewährt keine Garantie.
Andere Hersteller sind weniger rigide mit den Betriebstemperaturen, HTC und Nokia (natürlich!) geben überhaupt keinen Temperaturbereich für den garantierten Betrieb an, Samsung behauptet stolz, seine Telefone funktionieren zwischen -20 und 50 Grad Celsius. Aber Samsung hatte ja auch nicht unwesentlichen Anteil bei der Vergabe der Olympischen Winterspiele 2018.
Unsere Kollegen der PC World in Finnland (sic!) haben die Probe aufs Exempel gemacht und 15 Handys der arktischen Kälte ausgesetzt. Dabei sind die Kollegen nicht einfach vor die Tür gegangen, sondern haben in der Klimakammer des Technical Research Centers in Finnland experimentiert. Die Versuchsanordnung sah vor, Funktionen bei zunächst null Grad zu testen, und dann in Schritten von fünf Grad die Temperatur so lange zu senken, bis auch das unverfrorenste Telefon den Dienst versagte. Bereits bei -5 Grad Celsius haben dabei das iPhone 4S und das Nokia N9(!) erste Symptome gezeigt: Das iPhone 4S reklamierte einen SIM-Karten-Fehler und das Nokia N9 behauptete, seine Batterie sei fast leer. Bei -10 Grad war für das iPhone 4S bereits das Ende erreicht, es meldete eine leere Batterie und schaltete sich ab. Alle getesteten Geräte hatten jedoch bei Temperaturen unter -10 Grad Celsius Probleme mit ihren LCD-Bildschirmen, nur die Amoled-Displays hielten länger durch. Probleme mit der Kälte hatten auch die diversen Anschlüsse der Handys.
Kaum ein Smartphone funktionierte noch im Temperaturbereich von -15 bis -20 Grad, wenn sie noch angeschaltet blieben, versagten sie im Betrieb.
Kälteresistenter erwiesen sich herkömmliche Handys, die abgesehen von Display-Problemen auch bei Temperaturen bis zu -25 Grad funktionierten, wenn die meisten Smartphones bereits komplett versagten. Das Smartphone, das im Test die Kälte am Besten vertragen hat, kommt nicht aus Finnland, sondern aus Korea: Ein Samsung-Smartphone zeigte auch bei -30 Grad noch keine Ausfallerscheinungen - das Galaxy S II versagte erst bei einer Temperatur von -35 Grad Celsius. Einige herkömmliche Handys waren noch kälteresistenter, aber bei -40 Grad war dann endgültig Schluss, am längsten hielten ein Nokia C1-01 und ein Nokia E65 durch.
Grund für die Ausfälle bei niedrigen Temperaturen sind ein reduzierter Stromfluss aus der Batterie, je weiter das Thermometer fällt, desto zähflüssiger werden die Flüssigkristalle im LCD-Bildschirm.

Diplomarbeit: Apple hat OS X auf ARM portiert

Langjährige Mac-Anwender werden sich erinnern, dass um das Jahr 2002 erstmals Gerüchte kursierten, Apple portiere den Darwin-Kernel seines Betriebssystem Mac-OS X auf die Intel-Plattform. Im Juni 2005 erklärte Apple offiziell, sein Heil nicht mehr mit dem PowerPC zu suchen, sondern künftige Macs mit Intel-Prozessoren auszustatten, die ersten Geräte kamen im Januar 2006 auf den Markt.
Seit Sommer 2011 drehen Spekulationen die Runde, Apple würde zumindest für seine mobilen Rechner ein Auge auf die ARM-Plattform geworfen haben, deren stromsparende Chips iPhone und iPad treiben. In Sachen Multi-Core hinkt die ARM-Architektur noch ein wenig hinterher, weswegen ein baldiger Wechsel unwahrscheinlich ist, doch beweist eine Diplomarbeit, dass bei Apple Software-Ingenieure an der Portierung von OS X für ARM-Chips arbeiten. Die Technische Universität von Delft hat laut unserer Kollegen von Macworld UK die Diplomarbeit ihres Studenten Tristan Schaap zum Thema "Porting Darwin to the MV88F6281" veröffentlicht. Der im Titel genannte Chip ist laut Schaap ein zu ARMv5te kompatibler Prozessor von Marvell, der auf dem Sheeva-Core aufbaue, der dem Prozessorkern ARM926E-J von ARM gleiche. Schaap hat nach seinem Praktikum bei Apple nun eine Vollzeitstelle beim Mac-Hersteller als Core-OS-Ingenieur. Ob die beschriebenen Arbeiten zu einem Macbook Air mit ARM-Chip führen werden oder umgekehrt iPhones und iPads der Zukunft in der Lage sein könnten, OS X auszuführen, ist indes völlig ungewiss. Im Jahr 2002 auf die Gerüchte um Intel angesprochen, räumte Steve Jobs lediglich nebulös ein, die Intel-Plattform sei eine Alternative und man "habe gern Alternativen." Apple wird das weiter so halten - gegen Ende des Jahres machen erneut Spekulationen um eine Abkehr von Intel die Runde.
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