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Der Intel-Insider: Was war, was ist, was kommt (4)

16.06.2005 | 10:00 Uhr |

Die „Big Player“ Intel und AMD einigen sich auf einen Tauschhandel: Fließkommaeinheit SSE gegen 64-Bit-Technologie. Denn Intels Pläne mit dem „Itanium“-Prozessor scheitern und hinterlassen ein Milliardenloch. Jetzt soll es der Pentium M richten.

Intel inside Powermac G5 (Montage)
Vergrößern Intel inside Powermac G5 (Montage)

Auf Druck von Intels Abnehmern musste Intel die 64-Bit Technik seines Konkurrenten AMD in den Pentium 4 integrieren. Intel plante ursprünglich, dass der zehn Jahre lang mit Milliardeninvestitionen zusammen mit Hewlett Packard entwickelte Itanium-Prozessor den Umstieg auf 64-Bit bringen sollte. Aber der Markt nahm den Itanium nicht an, da er bestehenden x86-Code nur sehr langsam in Emulation ausführte, auch der Preis und der Mangel an Software schreckte die Kunden ab.

Für diesen Fall hatte Intel genau wie Apple einen Plan B in der Schublade: Apples „Marklar“, der Projektname für das auf der WWDC vorgestellte Mac-OS X für Intel-Prozessoren, war bei Intel „Yamhill“. Im Austausch für eine SSE2-Lizenz lizenzierte Intel AMDs 64-Bit-Erweiterung für x86-Prozessoren und nannte sie EMT64. Der Anfang 2004 mit einem halben Jahr Verspätung eingeführte 90-Nanometer-Pentium-4 („Prescott“) hatte erstmalig diese Technik, von deren Nutzung Intel anfangs jedoch abriet: Noch wollte man den Itanium-Prozessor verkaufen.

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