Von Daniel Kottmair - 17.06.2005, 10:00

Der Intel-Insider: Was war, was ist, was kommt (5)

Das Intel-Entwicklerkit von Apple besitzt einen Pentium 4 mit einem Prozessortakt 3.6 GHz. Doch dieser Chip wird wohl nie in Macs verbaut werden, die zum Endkunden gelangen.
Steve Jobs sprach in seiner Rede zur World Wide Developers Conference am 6. Juni von kommenden Intel-CPUs mit sehr guter Leistung pro Watt Stromverbrauch und meinte damit offensichtlich die kommenden Dualcore Pentium M Prozessoren. Zudem wird Intel die Pentium 4-Architektur nächstes Jahr ohnehin auslaufen lassen. Der einzige Mac, der mit einem Pentium 4 taktet, wird der G5-lookalike sein, den Apple seinen Entwicklern zur Verfügung stellt – für 999 US-Dollar.

Die technischen Features der Apple-Chips

Da der Umstieg der gesamten Pentium-Linie auf den Pentium M ursprünglich nicht von Intel geplant war, steht Intel nun vor dem Dilemma, dass der Pentium 4 einige Features hat, die in den Pentium M erst noch integriert werden müssen. Hyperthreading fehlt dem Prozessor noch genauso wie 64-Bit-Support, SSE3 und Dualcore. Intel hat in der Umstellung ihrer Roadmap einige Entwicklungen vorgezogen, aber Pentium M mit Doppelkernen kommen erst Anfang 2006 mit „Yonah“, einem nur 25 Watt verbrauchenden und in 65 Nanometer gefertigten Prozessor mit zwei Megabyte Level-2-Cache. Yonah, eine Doppelkern-Version des momentanen Mobilprozessors „Dothan“, fasst Intel zusammen mit Chipsatz und WLAN als Mobil-Plattform unter dem Namen „Napa“ zusammen, der offizielle Marketing-Name bleibt jedoch weiterhin „Centrino“.
64-Bit und SSE3 sollen mit den Ende 2006 erscheinenden „Merom“ (mobil) und „Conroe“ (Desktop) mit auf 4 MB verdoppeltem Cache den Weg in die Pentium-M-Linie finden. Über Hyperthreading in dieser Generation ist noch nichts Konkretes bekannt, da der Gewinn beim Pentium M angeblich nur sehr gering sein soll, da dieser von Haus aus schon sehr effizient arbeitet und seine Funktionseinheiten gut auslastet.
Zusammen mit den entsprechenden Chipsätzen und WLAN wird Intel intern den Napa-Nachfolger unter dem Namen „Averill“ für Conroe und „Santa Rosa“ für Merom führen.
Ein weiteres Feature der Napa- und Averill-Generation ist Intels „Vanderpool“ genannte Virtualisierung. Hiermit könnte man ohne Neustart Windows, Linux und Mac-OS X parallel auf demselben Rechner laufen lassen.
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