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Der Kampf gegen die falschen Bewertungen im App Store

16.06.2014 | 09:00 Uhr |

Im App Store geht es in der Regel darum, einen möglichen Nutzer in Sekundenschnelle von einer App zu überzeugen. Die meisten schauen hierbei auf den Namen, das Bild, den Preis, die Beschreibung, aber vor allem auch auf die Sterne. Andere Nutzer wissen eben am Besten, ob es Sinn macht, diese Applikation herunterzuladen. Oder etwa nicht?

Leider sind die Bewertungen im App Store nicht ganz so neutral, wie sie sein sollten. Es gibt im Internet Dienstleister, die gegen ein entsprechendes Honorar falsche Bewertungen und Test-Urteile im App Store hinterlassen.

Gegen die betrügerischen Bewertungen geht Apple nun verstärkt vor . Man möchte verhindern, dass aufgrund falscher Bewertungen eine bessere Chart-Positionierung erreicht wird. Zahlreiche Fake-Bewertungen für verschiedene Apps werden daher von Apple konsequent gelöscht, um dieses Vorgehen zu verhindern. Wer sich als App-Anbieter anschließend beschwert, dass Bewertungen aus dem App Store verschwunden sind, gibt ja im Endeffekt bereits zu, jene Bewertungen separat „eingekauft“ zu haben.

Übrigens ist es bei einigen Apps mehr als deutlich, dass da etwas im Busch gewesen ist. Ein Beispiel: Die Applikation „Better Fonts Free“ hat mal eben durch Apples Maßnahmen tausende Bewertungen weniger. Ursprünglich gab es 20.000 Bewertungen, jetzt „nur“ noch um die 4.000. Da Entwickler keinen Zugriff auf die Bewertungen haben und demnach die Meinungen über ihre eigenen Apps nicht einfach bearbeiten oder löschen könnten, kann es nur Apple sein, die hier eingegriffen haben.

Das Erkennen solcher falschen Bewertungen ist allerdings auch für Apple nicht immer einfach. Das Unternehmen aus Cupertino bedient sich jedoch teilweise einigen Algorithmen, da besonders im Tausenderbereich gefälschte Bewertungen in der Regel nicht von Menschenhand ausgefüllt werden, sondern durch Software, die die Kommentare durchaus sehr ähnlich und im gleichen Stil in die Bewertungs-Historie haut. Dass so etwas Apple sehr zügig auffällt, dürfte nachvollziehbar sein.

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