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Der Mac-OS X-Zug rollt

30.03.2001 | 00:00 Uhr |

Apple wird nicht die einzige Firma sein, die auf Mac-OS X setzt. Immer mehr Hersteller aus dem Publish-Bereich springen auf den Zug auf: Colormanagement-Software und Scannertreiber sind angekündigt.

Auf der Cebit haben mehrere Hersteller aus dem Publish-Bereich bereits Produkte angekündigt, die auf Mac-OS X portiert sind oder werden. So zeigte etwa Heidelberg eine erste Version der Colormanagement-Software Coloropen 4.0.5, die zwar noch etwas wackelig, aber doch unter Mac-OS X lief, ohne die Classic-Umgebung zu bemühen. Das Aussehen der Software wurde dabei dem Interface der PC-Version, die bereits auf der Drupa vorgestellt wurde, angepasst. Der Hersteller will seine Software, die die Bestandteile Scanview- und Printopen enthält, ab Mitte Juni ausliefern.

Auch Best stellt sein Postscript-RIP Best Color Designer Edition für den Einsatz unter Mac-OS X bereit. Die Software verfügt über integriertes Fabmanagement und druckt farbverbindlich auf Tintenstrahlern verschiedener Hersteller, darunter Agfa, Epson, Oki und QMS/Minolta. Das RIP kommuniziert mit den Druckern über Appletalk oder USB, wobei die XL-Version der Software auch mit Laserdruckern bis DIN A3-Überformat spricht. Die Mac-OS-X-Version des RIP ist im zweiten Quartal dieses Jahres verfügbar. Leider läuft die spannendste Neuerung von Best bislang nur unter Windows NT: Die Software "Best Color Screen Proof" ermöglicht es erstmals, sowohl die Farbinformationen wie auch die Rasterpunkte in einem Durchgang im Proof darzustellen. Ob und wann Best die Software auch der Mac-Gemeinde zugänglich machen will, ist noch nicht bekannt.

Auch Agfa gehört zu den Herstellern, die sich mit der Portierung ihrer Software auf Mac-OS X bereits im fortgeschrittenen Stadium befinden. Die Firma liefert im dritten Quartal 2001 ihre Consumer-Scansoftware Scanwise in der Version 2.0 sowie die High-End-Scansoftware Fotolook in Version 4.0. Beide Treiber sind auf Apples neues Betriebssystem angepasst. Vorab will Agfa die Beta-Versionen der Software im Internet zum Download bereitstellen. Die Software wird den Scannern nach bekannter Vorgehensweise beigepackt: Die Snapscanreihe erhält Scanwise 2.0, die High-End-Geräte (etwa der Duoscan f40) werden mit Fotolook ausgeliefert.

Ob die vorgestellten Lösungen unter Mac-OS X von Anfang an so reibungslos laufen wie erhofft, werden die ersten Praxistests zeigen. Für die Mac-Gemeinde ist es jedenfalls ein gutes Zeichen, dass einige der wichtigen Hersteller bereits jetzt reagiert haben und die Mac-OS X-Versionen ihrer Software bald verfügbar machen. dc

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