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Der Mac als Media-Server

23.01.2007 | 12:49 Uhr |

Nur zum Arbeiten ist der Mac viel zu schade – zumindest meint das Apple. Nach dem Willen von Steve Jobs versorgt der Mac via Apple-TV bald die heimischen Fernseher mit digitalen Medien aller Art. Das meiste funktioniert schon jetzt.

Wenn Apple-Boss Steve Jobs von der Ausstattung seines Wohnzimmers mit Home-Entertainment-Systemen berichtet, versetzt er einen normalen Anwender ins Staunen. Natürlich besitzt er einen Riesenfernseher mit angeschlossener Raumklang-Musikanlage. Mithilfe einer Apple-Remote-Fernbedienung wechselt er zwischen einem HDTV-Programm, einem aufgezeichneten Spielfilm und den aktuellen Nachrichten hin und her. Zwischendurch hält der Firmenchef die Livesendung an, startet die Musik und greift zum Buch, das neben Fernbedienung und Rotweinglas auf dem Tisch steht.

Das Zuhause des durchschnittlichen Macianers sieht – auch wenn er technisch versiert und ein Bastelfreund ist – wesentlich spartanischer aus. Um das Musikprogramm zu finden, muss er sich erst mal auf die Suche nach der Fernbedienung machen. Neben der Fernbedienung für die Musik zieren noch eine für den Satellitenreceiver, den Festplattenrecorder, den DVD-Player und den DVB-T-Empfänger den Tisch und machen sich zwischen Rotweinglas und Buch breit. Die Optik neben dem Fernseher stören außerdem diverse blinkende Kisten, die Empfänger der verschiedenen multimedialen Inhalte, und die Surround-Anlage. Als unschön erweisen sich auch die Kabel, die vom Satellitenreceiver in Richtung Schüssel das Wohnzimmer durchqueren, zusammen mit denen für das Internet-Programm, das via DSL empfangen wird, und denen für den Mac, der als Speicher für die Musik dient.

Der Weg zu einem Entertainment-System á la Steve Jobs ist noch etwas steinig. Doch auch wenn es noch hier und dort hakt, als Medien-Server macht der Mac schon jetzt eine gute Figur – nur die Bastelarbeit zwischen den Komponenten muss jeder noch selbst erledigen.

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