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Der Markt für flexible Displays wächst

11.06.2008 | 16:00 Uhr |

Geht es nach den Marktforschern von iSuppli, wird der Umsatz mit biegbaren Bildschirmen in Zukunft rasant wachsen.

Der Marktforscher iSuppli sagt eine Steigerung des weltweiten Marktes für flexible Displays auf 2,8 Milliarden US-Dollar bis zum Jahr 2013 voraus, der 35-fache Wert von 2007. Die prognostizierte Steigerung klingt enorm, begründet sich aber auch darin, dass derartige Bildschirme heutzutage kaum eine wirtschaftliche Bedeutung haben. Die biegsamen Mini-Monitoren sollen in Zukunft aber eine wichtige Rolle in der globalen High-Tech Industrie spielen. Flexible Displays überzeugen, wenn sie stabil, leicht und dünn sind, so Jennifer Colegrove von iSuppli. Beim internationalen Symposium der Society for Information Display in Los Angeles standen in diesem Jahr solche Anzeigesysteme im Mittelpunkt. Der südkoreanische Hersteller LG Display präsentierte AMOLED, ein 4 Zoll-Display in Vollfarbe mit einer Aktiv-Matrix von Dünnschichttransistoren, das einen flexiblen Einsatz verspricht. E-Ink stellte neue Mini-Bildschirme auf Basis von bistabilen LCDs und verbesserte elektrophoretische Displays vor. Elektrophorese bezeichnet die Wanderung elektrisch geladener Teilchen durch einen als Trägermaterial dienenden Stoff in einem elektrischen Feld. Die Technik ermöglicht die preisgünstige Herstellung von besonders dünnen Displays, die auch als E-Papier bezeichnet werden.

Bereits 2007 hat die Philips-Tochter Polymer Vision ihr erstes rollbares Farbdisplay vorgestellt. Mitte dieses Jahres soll das Readius , ein Handy mit rollbarem Display, auf den Markt kommen. Es misst nur 115 x 57 x 112 mm und verfügt über ein 5 Zoll großes, rollbares Display, das 16 Graustufen darstellt. Das UMTS-Telefon mit HSDPA-Unterstützung soll an ein spezielles Webportal angebunden werden, das angepasste Inhalte für das Gerät zur Verfügung stellt. Neben E-Mail-Client mit Pop3- und IMAP-Unterstützung verfügt das Readius über einen RSS-Reader und soll, wie sein Name bereits andeutet, auch zum Lesen elektronischer Bücher genutzt werden können. Das handliche Telefon, das 115 Gramm wiegen soll, bietet einen USB-2.0-Anschluss und unterstützt Bluetooth 2.0. Mit einer Akkuladung soll das Readius bis zu 30 Stunden durchhalten. Die wachsende Anzahl von Herstellern, die an der Entwicklung von flexiblen Displays beteiligt sind, zeigt bereits, dass in diesem Gebiet noch einiges zu holen sein wird. Auf dem Symposium in Los Angeles stellten unter anderen Hewlett Packard, Dai Nippon Printing, Nippon Steel und Honeywell ihre technischen Errungenschaften vor.

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