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Langsameres Wachstum im Smartphone-Markt

12.03.2009 | 11:10 Uhr |

Im letzten Jahr waren Wachstumsraten von 60 Prozent keine Seltenheit. Zwar betrifft die Wirtschaftskrise auch den Smartphone-Markt eingeholt, aber die Umsätze wachsen weiter. Für 2009 sagen Marktforscher 28 Prozent Wachstum voraus.

Acer M900 Smartphone
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Das Marktforschungsinstitut Gartner hat die Smartphone-Statistiken für das vierte Quartal 2008 veröffentlicht. Demnach sind die Verkaufszahlen gegenüber dem Vorjahresquartal 4/2007 um 3,7 Prozent auf 38,1 Millionen Smartphones gestiegen. Im dritten Quartal hingegen konnte noch ein Wachstum von 11,5 Prozent gegenüber 3/2007 gemessen werden. Roberta Cozza, eine der leitenden Analysten von Gartner, führt den Einbruch im vierten Quartal neben der Wirtschaftskrise auf den Mangel an attraktiven Neuentwicklungen zurück.

Zu den Gewinnern zählt Research in Motion (RIM), Samsung, und, wenngleich in bescheidenerem Umfang, auch Apple. Samsung erreichte zum ersten Mal den Rang einer der Top-5 Smartphone-Hersteller und verdrängte dabei Sharp. Mit 1,6 Millionen Smartphones stiegen Samsungs Verkäufe in 4/2008 um 138 Prozent gegenüber 4/2007. RIM verkaufte 7,4 Millionen Geräte und verbesserte die Vorjahreszahlen damit um 85 Prozent.

Auch Apples Absatzwachstum stagniert

Apples Verkaufszahlen zeigen verlangsamtes Wachstum. Die absoluten Verkaufszahlen stiegen in 4/2008 gegenüber 4/2007 zwar um 112 Prozent an, aber im vierten Quartal 2008 wurden "nur" 4,1 Millionen iPhones verkauft und dies sind verglichen mit dem dritten Quartal 2008 600.000 Geräte weniger. Laut Gartner setzt dies Apple unter Druck, bald ein neues Modell auf den Markt zu bringen.

Ironischerweise war ausgerechnet Nokia der große "Verlierer". Während Nokia immer noch den größten Anteil des Smartphonemarktes im Griff hat, sind seine Verkäufe um 17 Prozent gesunken und somit sein Marktanteil in einem Jahr von 50,9 auf 40,8 Prozent abgerutscht.

Apple auf Platz drei

Im Kampf um die Smartphone-Betriebssysteme hat Apple mit Mac-OS X (8,2 Prozent) seine dritte Position dank Samsungs Omnia und des Touchscreen-Mobiltelefonen von HTC wieder an Microsoft (11,8 Prozent) verloren. Nokia führt mit seiner Plattform Symbian mit 52,4 Prozent, gefolgt von RIM mit 16,6 Prozent.

Generell beurteilt Gartner die Entwicklungsarbeiten für Smartphones sehr positiv. Während laut Gartners Vorhersage der allgemeine Mobiltelefonmarkt um vier Prozent schrumpfen wird, werden für Smartphones in 2009 satte 28 Prozent Wachstum erwartet. In der Prognose kommende Modelle von Android -basierten Smartphones und Symbian -basierten Einsteigermodelle von Nokia eine entscheidende Rolle.

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