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Der Panther kommt auf leisen Sohlen

04.07.2003 | 11:44 Uhr |

Wir konnten die aktuelle Vorversion, die auf der Apple-Entwicklerkonferenz (WWDC) an die Teilnehmer verteilt wurde, nun näher unter die Lupe nehmen und stellen die interessantesten und wichtigsten Änderungen vor.

Mac-Anwender können sich voraussichtlich zu Weihnachten eine schwarze Großkatze unter den Tannebaum legen, denn Apple hat das Erscheinen seines neuen, auf den Namen Panther getauften Betriebssystems für Ende des Jahres angekündigt.

Noch sind nicht alle Funktionen, die Apple angekündigt hat, in dieser Ausgabe enthalten, sie ist aber schon so stabil, dass es bisher keinen einzigen Absturz gab, und auch die Geschwindigkeit gibt zu Hoffnungen Anlass, denn langsamer als der Jaguar ist der Panther in der noch nicht optimierten Version nicht.

 

Der Finder

 

Die Symbolansicht im Finder. Hier sind auch die wieder zu Ehren gekommenen Etiketten zu bewundern
Vergrößern Die Symbolansicht im Finder. Hier sind auch die wieder zu Ehren gekommenen Etiketten zu bewundern
© 2015

Die Fenster des Finder präsentieren sich in einem neuen, metallischen Kleid, ähnlich dem von iTunes und iPhoto her gewohnten Erscheinungsbild. Auch bei allen anderen zum System gehörenden Fenstern hat Apple die Titelleiste von Streifen auf Metall umgestellt, die Karteikartenreiter sind durch etwas anders gestaltete Buttons ersetzt worden. Die Entwickler haben aber nicht nur Hand an die Erscheinung, sondern auch an die Funktion des Finder gelegt.

Links gibt es in den Finder-Fenstern eine Spalte (in Englisch mit "Places" bezeichnet), die im oberen Teil alle aktiven Volumes sowie das Netz anzeigt. Ein Ausflug in das Menü "Gehe zu" ist deshalb nun nicht mehr notwendig, um einen Server zu aktivieren, da man dies hier im Fenster erledigen kann. Abonnenten von Apples Online-Service .Mac finden hier auch ihre iDisk. Diese ist aber nicht mehr nur ein entferntes Medium, sondern wird wie ein lokales Volume verwendet und lässt sich deshalb auch ohne aktive Onlineverbindung nutzen. Besteht eine Internetverbindung, gleicht der Finder die Inhalte miteinander ab.

Im unteren Teil der Spalte legt man selbst Ordner ab, auf die man häufig zugreift. Rechts im Fenster erscheint jeweils der Inhalt des in der Liste aktivierten Objekts, und zwar in den bisher schon gewohnten Darstellungsarten Symbol, Liste und Spalten.

Listen- und Spaltenansicht

Listenansicht
Vergrößern Listenansicht
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Der Unterschied zur bisherigen Fensterdarstellung liegt aber nicht nur in der Anordnung der Volume- und Ordnersymbole - anstatt oben nun links - sondern in deren neuer Funktion als Ausgangspunkt für den Fensterinhalt. Ist ein Volume oder Ordner aktiviert, ist dieser optisch hervorgehoben, man sieht also sofort, wo man sich befindet.

Spaltenansicht
Vergrößern Spaltenansicht
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Besonders angenehm ist das neue Konzept in der Spaltendarstellung, da das in der linken Spalte aktivierte Symbol die oberste Hierarchie der Spalten darstellt und man nicht auch noch alle in der Hierarchie darüber liegenden Spalten angezeigt bekommt. Man muss deshalb wesentlich weniger horizontal scrollen als bisher.

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