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Der Panther kommt im Laufe des Jahres

23.06.2003 | 22:55 Uhr |

Teilnehmer der WWDC bekommen tiefe Einblicke in das nächste Betriebssystemupdate anhand einer Preview-Version. Bis Mac-OS X 10.3 den Handelskanal erreicht, vergeht noch einige Zeit.

Fast eine Stunde sprach Steve Jobs zur Eröffnung der WWDC über das nächste Betriebssystemupdate und der damit verbundenen Neuerungen, insgesamt an die 100 an der Zahl.

Intensiv beschäftigte sich der Apple-CEO mit dem Finder, der Zeit des Apple-Unix wegen mangelnder Geschwindigkeit ein Ärgernis war. Vollkommen neu in Cocoa habe man ihn nun programmiert, in seiner Aufmachung und der Funktionalität erinnert er an iTunes. In der linken Navigationsspalte hat der Anwender Zugriff auf sein Home-Verzeichnis, den Programme-Ordner und gemountete Server-Volumes, die Ordnerstruktur sieht er im Hauptfenster der im Alu-Looik gehaltenen Applikation. Wie auch in iTunes arbeitet die Suche sofort bei der Eingabe, tippt man etwa eine Buchstabenfolge in das Suchfenster ein. Listet der Finder alle mit dieser Zeichenkette  beginnenden Dateien sofort auf.

Alle geöffnete Fenster auf einen Blick stellt Expose übersichtlich dar, der von Windows bekannte schnelle Benutzerwechsel soll bald Macianern zur Verfügung stehen. Während seiner Ansprache demonstrierte Jobs einen solchen Wechsel der Arbeitsumgebung, innerhalb eines Wimpernschlages ist der neue Benutzer angemeldet, ohne dass ein Programm geschlossen werden müsste.

Für mobile Anwender ist die Verschlüsselungstechnik File Vault interessant, die das gesamte Homeverzeichnis vor neugierigen Blicken schützt, das in Mac-OS X integrierte E-Mail-Programm baut jetzt auf der Rendermaschine  von Safari auf und verspricht damit höhere Geschwindigkeit.

Das Programm Vorschau hat Apple eigenen Angaben zufolge zum "schnellsten PDF-Betrachter der Welt" ausgebaut,  der Drucken-Dialog kennt jetzt eine Fax-Option, Nummern zieht das System aus dem Adressbuch heraus.

Für die Verwaltung von Schriften gibt Apple dem System nun das eigene Programm Font-Book zur Hand,  die iDisk will schnelleren Zugriff gewährleisten, indem die dort abgelegten Dateien physikalisch auf der eigenen Festplatte zur Bearbeitung abgelegt sind und mit dem virtuellen Volume automatisch sich synchronisieren.

Eine der spektakulärsten Neuerungen für Panther dürfte jedoch iChat A/V sein, das ein Jahr alte Instant Messaging Programm hat Apple nun um Audio- und Video-Chat-Funktionen erweitert. Ab sofort bietet Apple eine am 31. Dezember  auslaufende Beta-Fassung an, die unter Panther und unter Jaguar läuft. Die Kamera liefert Apple mit iSight gleich dazu, 30 Frames pro Sekunde nimmt das 149 Dollar teure Gerät mit einer Auflösung von 640 x 480 Pixeln auf. iChat A/V arbeitet jedoch mit beliebigen Firewire-Webcams zusammen, eine Konfiguration sei nicht nötig, meint Steve Jobs. Den Ton für den Chat nimmt das Programm über das eingebaute Mikro auf.

Was Entwickler besonders begeistern dürfte, ist Apples Tool xCode, das raschere Entwicklung von Mac-Programmen erlauben soll. Der Compiler basiert auf GCC 3.3.
Mit Panther stellt Apple auch den neuen Video-Codec Pixlet vor, der auf ähnliche raten wie  DV kommen soll.

Panther soll noch in diesem Jahr zum Preis von 129 Dollar in den Handel kommen.

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