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Die Zukunft von Hewlett-Packard

20.10.2011 | 14:44 Uhr |

Hewlett-Packard (HP) sorgt immer wieder für Schlagzeilen, die sich sich meistens um die oberen Führungskräfte drehen. Die jüngste Personalvolte wirft nun Fragen auf.

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Margarete ("Meg") Whitman soll HP auf Kurs bringen und klare Botschaften ventilieren.
Vergrößern Margarete ("Meg") Whitman soll HP auf Kurs bringen und klare Botschaften ventilieren.

Am 23. September 2011 machte die HP-Aktie etwas, was bei ihr nicht üblich ist: einen Sprung nach oben. Grund für das kleine Börsenbeben war ein Abgang erster Klasse: Nach nur elf Monaten Regentschaft musste Léo Apotheker seinen Stuhl als CEO räumen. Unglückliche Kommunikation der Firmenziele nach innen und außen, unkalkulierbare Strategiewechsel und ein in knapp einem Jahr halbierter Börsenwert waren mehr, als das HP-Direktorium und die Anteilseigner noch ertragen mochten.

Aufruhr und Chaos

Jetzt soll Margaret ("Meg") Whitman, die Ebay zum Erfolg geführt und später vergeblich versucht hat, Gouverneurin von Kalifornien zu werden, HP zurück auf die Erfolgsstraße führen. Was auf sie zukommt, macht IDC-Analyst Crawford Del Prete deutlich: "Whitman erbt ein Unternehmen, das eine beispiellose Periode von Chaos und Aufruhr durchlebt hat."

Grund für diese nicht schmeichelhafte Zustandsbeschreibung des nach Umsatz größten IT-Unternehmens der Welt waren auch Entscheidungen, die Apotheker in den letzten Monaten seiner Regentschaft getroffen hatte. Im Februar 2011 kündigte der ehemalige SAP-Chef in San Francisco unter großem Trommelwirbel an, im Sommer werde HP die Früchte der 1,2 Milliarden Dollar teuren Palm-Akquisition ernten und einen mit dem Palm-Betriebssystem WebOS ausgestatteten Tablet-Rechner auf den Markt bringen. Apple könne sich warm anziehen. Im Übrigen würden ab 2012 HP-PCs mit eben diesem Web-OS ausgestattet. Apotheker sprach auch von der künftigen Cloud-Computing-Ausrichtung von HP, doch das ging vor diesem Hintergrund unter.

Gerücht: Oracle will HP kaufen

Knapp eine Woche, nachdem das HP-Board Margarete Whitman zur Nachfolgerin von Léo Apotheker ernannte, kursierte ein spektakuläres Gerücht: Nach Informationen, die die Finanznachrichtenagentur Bloomberg streute, soll Oracle "informell erwogen" haben, mit einer Kaufofferte an HP heranzutreten. Diese Botschaft stammt laut Bloomberg aus dem Umfeld von Oracle. Eine Quelle wurde nicht genannt. Die Quelle aus dem Oracle-Umfeld soll nach diesen Informationen allerdings weiter ausgedrückt haben, dass ein entsprechendes Angebot jedoch in absehbarer Zeit unwahrscheinlich sei. Die abrupte Trennung von Apotheker und die sofortige Inthronisation von Whitman sei mit diesen angeblichen Kaufabsichten begründet worden. Der Aktienkurs von HP pendelte zum Ende der Amtszeit Apothekers auf einem fast schon historischen Tiefstand. Deshalb habe das Direktorium von Hewlett-Packard Angst gehabt, Oracle könne diese Situation nutzen, um den Konkurrenten zu übernehmen.

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