952372

Der Streit um Glanz und Spiegeln

20.06.2006 | 13:44 Uhr |

Mit der Einführung des neuen Macbooks hat Apple auf ein hochglänzendes Display gesetzt. Das „Glossy Display“ stieß bei Mac-Anwendern nicht nur auf Gegenliebe.

So makellos wirkt das Hochglanz-Display auf den Werbe-Fotos von Apple.
Vergrößern So makellos wirkt das Hochglanz-Display auf den Werbe-Fotos von Apple.
© Apple

Als Apple am 16. Mai den – von der Mac-Gemeinde lang erwarteten – iBook-Nachfolger präsentierte, stach ein Detail buchstäblich ins Auge: Das hochglänzende Display, von Apples Marketing-Abteilung „Glossy Display“ getauft. „Glossy deshalb“, erklärt Apples Produkt-Manager Todd Benjamin, „weil das Display zu glänzen scheint. Es stellt Farben kräftiger dar und lässt sie besser aussehen.“ Für Benjamin bringt das Display den Anwendern nur Vorteile, die bessere Farbdarstellung mache sich besonders beim Anschauen von DVDs bezahlt.

„Glossy“ in der Kritik

Apples Marketing-Abteilung ließ bei der Markteinführung keinen Zweifel an den Vorteilen der Displays aufkommen. Genauso überzeugt sprachen sich jedoch manche Mac-Anwender gegen die neuen Glanz-Displays aus. Während die ersten Macbooks über die Ladentheke wanderten, bezeichnete John Siracusa vom Blog Ars Technica Käufer von hochglänzenden Displays als „Idioten“ und Steve Jobs als „geisteskrank“. Aber auch in weniger emotionalen Darstellungen lehnten Mac-Käufer die „Glossies“ ab. Für viele Nutzer überwogen die stärkeren Lichtreflexionen die Vorteile von satter wirkenden Farben und einem höheren Kontrast.

0 Kommentare zu diesem Artikel
952372