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Der X-Day ist am 24. März

10.01.2001 | 00:00 Uhr |

Apples neues Betriebssystem Mac-OS X wird in rund 10 Wochen in einer finalen Version verfügbar sein, während das letzte Update des klassischen Mac-OS bereits jetzt auf neuen Rechnern installiert ist. Gegenüber der Beta-Version weist Mac-OS X vor allen Dingen in der Oberfläche Unterschiede auf.

Mac-OS 9.1 in USA im Handel

Ganze 20 Dollar verlangt Apple für das Betriebssystem-Update auf Mac-OS
9.1 in den USA. Wie schon bei Mac-OS 9.0.4 gibt es auch die Möglichkeit,
die neue Version über Internet auf den heimischen Mac zu holen, doch
dürfte die Dateigröße von mehreren 100 MB in 15 Einzeldateien für die
allermeisten Heimnutzer diesen Weg zu einem kostspieligem Abenteuer
machen. Laut Apple Deutschland werden alle neuen Rechnermodelle ab sofort
mit Mac-OS 9.1 ausgeliefert, wann allerdings die deutsche Version des
Updates in den Handel steht derzeit noch nicht fest. Im Apple Store ist
zur Zeit nur die Vollversion von Mac-OS 9.1 auf CD für DM 229 erhältlich.
Wichtiger Hinweis am Rande: Benutzer der Vorabversion ("Public Beta") von
Mac-OS X sollten nicht zu Mac-OS 9.1 wechseln, da dann "Classic" unter
Mac-OS X nicht mehr funktioniert. wm

März ist der Monat von Mac-OS X

Ab 24. März 2001 verkauft Apple Mac-OS X zum Preis von 129 Dollar, was
nach ersten Schätzungen hierzulande zu einem Preis von etwa DM 400, S
2950 beziehungsweise sfr 350 führen dürfte. Ab Juli 2001 werden alle neu
gekauften Macs ab Werk damit ausgestattet. Wer heute bereits die
Vorabversion ("Public Beta") gekauft hat, kann nicht mit einem Rabatt
rechnen; entsprechende Gerüchte könne er nicht bestätigen, sagte Reiner
Deichmann, der kommissarische Geschäftsführer von Apple Deutschland.

Die Liste der Neuerungen im Vergleich zur allseits bekannten Vorabversion
ist lang, unter anderem ist die Software für DSL-Verbindungen ins
Internet bereits eingebaut (PPP over Ethernet, kurz: PPPoE). Daneben habe
sich Apple einen Teil der etwa 75.000 Klagen und Anregungen zu Herzen
genommen und beispielsweise das Apfel-Menü um die Befehle "Ruhezustand",
"Neustart" und "Abmelden" ergänzt. Wie gewohnt findet man in dem Menü
auch Querverweise zu den zuletzt benutzten Dokumenten, Programmen und
Servern. Deutlich gewonnen hat das "Dock", jene Symbolleiste unten am
Bildschirmrand, die Apple jetzt so erweitert hat, dass man den Inhalt
eines Ordners sehen kann, wenn man mit der Maus auf sein Symbol klickt
und die Maustaste gedrückt hält. Darüber hinaus lassen sich
beispielsweise die Finder-Fenster besser an die eigenen Gewohnheiten
anpassen. Wer etwa die unter Mac-OS X neue Symbolleiste oben in einem
Finder-Fenster ausblendet, erhält ein Fenster, das exakt wie Mac-OS 9
funktioniert und beispielsweise nach einem Doppelklick mit der Maus auf
ein Ordnersymbol den Inhalt dieses Ordners in einem neuen Fenster
anzeigt. Die Symbole oben im Fenster kann man künftig selbst
zusammenstellen, wobei Querverweise auf beliebige Ordner möglich sind.

Eines von rund 350 großen Programmen, das derzeit schon an Mac-OS X
angepasst wurde, ist das 3D-Mal- und Animationsprogramm Maya von
Alias-Wavefront. Bei der Demo zur Eröffnung der Macworld Expo nannte
Richard Kerris, der technische Direktor ("Director Maya Technology"), als
Fertigstellungstermin für Maya 3.0 das zweite Quartal dieses Jahres.
Innerhalb der nächsten Wochen wolle seine Firma aber eine Vorabversion
der Öffentlichkeit zugänglich machen. Damit liegt Alias-Wavefront mitten
im Trend: Steve Jobs erwartet, dass die meisten Mac-Programme
voraussichtlich bis zum Sommer dieses Jahres an Mac-OS X angepasst
werden, einzelne Hersteller könnten aber wahrscheinlich schon etwas
früher liefern, während ein anderer Teil erst später die Arbeit
abschliessen könne. wm

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