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Der eMac ist subventioniert

02.05.2002 | 10:56 Uhr |

Mit dem eMac will Apple gezielt in den Bildungsmarkt investieren, für Privatkunden soll es ihn nicht geben. Macwelt sprach mit Jan Sperlich, Sales Manager Education bei Apple Deutschland.

Macwelt: Wird es den eMac auch für den Normalkunden geben?

Sperlich:

Der eMac ist gegenwärtig ausschließlich für den Education Markt gedacht. Bisher ist es nicht geplant, den Mac auch für den Privatanwender anzubieten. Im Privatkundensegment reagieren wir mit dem neuen iMac weit besser auf die Wünsche der Anwender.
Die Ausstattung des eMacs ist speziell auf den Schulmarkt abgestimmt. Wir beantworten damit die Nachfrage von Kunden aus dem Education-Markt, welche keine mobile Lösung wie unser Mobiles Klassenzimmer bevorzugen. Auch wollen Schulen oft aus Sicherheitsgründen keinen CD-Brenner in ihrem Rechner, genausowenig ein Modem.

Macwelt:

Entspricht der eMac nicht sehr genau den Anforderungen einer Firma an einen Office-Computer? Wäre dies nicht auch ein gutes Absatzgebiet?

Sperlich:

Der eMac ist sehr hart gepreist: Wir investieren mit dem eMac gezielt in den Education Markt - er ist gedacht um unsere derzeitige Position weiter auszubauen. Wir achten deshalb auch strikt auf die Berechtigung der Käufer. Nur Bildungseinrichtungen bzw. Angestellte von Bildungseinrichtungen oder Studenten dürfen einen eMac erwerben.

Macwelt:

Wie sieht es denn mit der Stückzahl aus, ist die Anzahl der Computer, die für Studenten oder Lehrer bereitstehen kontigentiert?

Sperlich:

Es wird ausreichend eMacs geben. Jedoch kann je Student bzw. Lehrkraft nur je ein eMac im Apple Web Store erworben werden. Ab sofort können Education Institutionen den eMac in den beiden Konfigurationen über unseren Fachhandelskanal bestellen. Die Auslieferung beginnt im Juni.

Macwelt:

Produkte im Education Mark sind etwa sechs Prozent billiger als die Produkte im Apple Store. Ein eMac für Privatkunden würde also wohl teurer sein?

Sperlich:

Ja er wäre teurer.

Macwelt:

Wie passt der eMac in das deutsche Bildungssystem ? Wurde er nicht speziell für den amerikanischen Markt entwickelt?

Sperlich:

Wir haben uns bei der Entwicklung sehr genau an die Anforderungen des Bildungsmarktes gehalten. Dabei gibt es viele Übereinstimmungen in den USA und in Deutschland. Dazu gehört vor allem der 17-Zoll-Bildschirm, der im Gegensatz zum alten iMac den deutschen Richtlinien für Bildschirmarbeit entspricht. Weitere Anforderungen waren das All-in-One-Konzept und die geringen Abmessungen: Schulbänke werden nicht größer und der Mac sollte genau dort Platz finden, wo vorher ein 15-Zoll-Computer stand. Eine Anforderung, die wir mit der Short-Neck-Bildröhre erfüllt haben. Auch das neue robuste Material passt zu der Forderung nach einem möglichst stabilen Gerät. Oft stand auch ein G4-Prozessor auf der Wunschliste.

Das Interview mit Jan Sperlich führte Stephan Wiesend

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