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Der erste Blick auf den neuen iMac

08.08.2007 | 15:56 Uhr |

Der neue iMac kommt nicht - er ist schon da: In Cupertino sowieso, wo Journalisten gestern nach der Präsentation das 20- und das 24-Zoll-Modell in Augenschein nehmen konnten, aber auch in San Francisco in der Redaktion der Macworld USA sind Geräte bereits eingetroffen. Der deutsche Apple-Online-Store listet die drei Serienmodelle mit fünf Tagen Lieferzeit, US-Kunden können ihn in drei Tagen erhalten.

Design iMac
Vergrößern Design iMac

Da staunte Jonathan Seff nicht schlecht: Dem Macworld-Redakteur klangen die Worte von Steve jobs noch in den Ohren: "Der neue iMac wird ab heute ausgelifert." Normalerweise heißt das, dass es einige Tage braucht, bis die ersrten Händler Geräte zum Weiterverkauf erhalten. Doch kaum war Seff aus Cupertino zurück, hatte er bereits ein 20-Zoll-Modell des iMacs der vierten Generation auf seinem Redaktions-Schreibtisch stehen. Macworld USA hat bereits alle drei Serienmodelle in den Labors stehen, erste Ergebnisse zu Benchmark-Tests dürften wahrscheinlich im Laufe des späten Abends vorliegen.

Seine ersten Eindrücke hat Jonathan Seff aber bereits niedergeschrieben : Der iMac der vierten Generation erinnert viel mehr an einen LCD-Fernseher als an einen Computer - der schwarze Rand um das Display, in dem sich unauffällig die iSight versteckt, und die schützende Glasscheibe tragen ihren Anteil dazu bei. Das Display ist hochglänzend (glossy) und liefert knackige Farben mit hohem Kontrast. Nicht jedem aber dürfte die glänzende Obergläche gefallen - Bilder bei Gizmodo belegen, dass das Umgebungslicht deutlich reflektiert wird, was einige Profi-Anwender eher abschrecken dürfte. Wie beim iPhone liefert Apple ein Staubtuch zum Reinigen der Displayoberfläche mit.

Die Rückseite des neuen iMac ist komplett in Schwarz gehalten, unverändert zum Vorgängermodell erscheint der Standfuß. Gänzlich neu dagegen ist die mitgelieferte Tastatur: "Sie schaut so aus, als wäre sie aus einem Mac Book herausgehoben worden, um sie dann auf eine flache Aluminium-Platte zu setzen", beschreibt der Macworld-Redakteur das Keyboard. Besitzer von mobilen Macs kennen auch die Doppelbelegung der Funktionstasten, die Apple auch der neuen Desktop-Tastatur gegönnt hat. In der Bluetooth-Variante verzichtet das neue Keybord nicht nur auf den integrierten USB-Hub, sondern auch auf den erweiterten Ziffernblock. Bei beiden Modellen ist der Apfel von der Befehlstaste verschwunden - die Systemvoraussetzungen nennen allerdings zum Betrieb der neuen Tastaturen ausschließlich Mac-Computer und keine Standard-PCs.  

Die inneren Werte: servicefreundlich und erweiterbar

Nach der harten Kritik seitens der Umweltorganisation Greenpeace zu den schlechten Aufrüst- und Recycling-Fähigkeiten der alten iMacs hat Apple nicht nur Worte, sondern jetzt weitere Taten folgen lassen. Glas und Aluminium als Gehäusebestandteile sind robust und gut wiederverwendbar, am neuen iMac muss der Besitzer lediglich eine Schraube lösen, um an die wertvollen Innereien des Rechners zu gelangen. Bereits das günstigste Modell - der "kleine" 20-Zöller ist mit 1199 Euro 200 Euro teurer als das alte 17-Zoll-Einstiegsmodell - ist mit einer eigenen Grafikkarte ausgestattet: Hier steuert eine ATI Radeon HD 2400 XT mit 128 MB Speicher den Monitor an, das besser ausgestattete 20-Zoll-Modell zu 1449 Euro hat bereits die ATI Radeon HD 2600 PRO mit doppelt soviel Grafikspeicher, die auch im 24-Zoll-Modell für 1749 Euro ihren Dienst verrichtet.

Austauschen lässt sich die GPU allerdings nicht, als Build-to-order-Option bietet Apple für das 24-Zoll-Gerät eine Modellvariante mit 500 GB Festplatte, 2,8 GHz Core 2 Extrem-Prozessor und zwei Gigabyte Arbeitsspeicher. Dies lässt sich Apple mit einem Aufpreis von 470 Euro (2219 Euro Endpreis) bezahlen.  

Lieferzeit in Deutschland

Händler hierzulande haben nach unseren Informationen noch keine iMacs der vierten Generation erhalten, deutsche Kunden, die bei Apple selbst im Online-Store einen iMac bestellen wollen, müssen sich auf fünf Tage Lieferzeit einstellen, das 24-Zoll-BTO-Modell braucht acht Tage. Etwas schneller soll es in den USA gehen , hier listet der Online-Store Lieferzeiten ab drei Tagen. Bild: Apple

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