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Der erste iPhone-Test

06.07.2007 | 13:40 Uhr |

Die Macwelt konnte das iPhone bereits im Januar 2007 auf der Macworld Expo in San Francisco testen. Macwelt.de fasst die Eindrücke noch einmal zusammen.

Hält man das iPhone zum ersten Mal in der Hand, beschleicht einen das Gefühl, etwas zu halten, das ein Besucher aus der Zukunft versehentlich hat liegen lassen. Es ist ähnlich fremd wie ein Faustkeil aus der Steinzeit – beides gehört eigentlich nicht in diese Zeit. Beim iPhone liegt das an der völligen Reduktion auf das Wesentliche: Ein Knopf und ein Bildschirm – nichts deutet auf die Funktion des Gerätes hin. Während andere Geräte ihre Funktion in ihrem Äußeren widerspiegeln, sei es durch Lautsprecher und Mikrofon, durch Tastatur oder Zahlenblock, verrät das iPhone nicht, was es ist. Ähnlich den magischen Gegenständen aus Science-Fiction- und Fantasy-Filmen offenbart das iPhone seine Natur erst, wenn man es zum Leben erweckt. Dann beginnt der Bildschirm zu leuchten und, nach dem Freischalten, das Innere des iPhone preiszugeben.

Eingabegerät: Finger

Schon beim Freischalten bedient man sich des einzigen Eingabegerätes, das das iPhone akzeptiert – des Fingers. Keine Tastatur, kein Stift, kein Scrollrad. Da alle Eingabeelemente per Software auf den Bildschirm gebracht werden, kann man sich stets mit einem Finger behelfen, was auch ganz erstaunlich gut funktioniert.

Zum Freischalten erscheint auf dem Bildschirm ein Schieberegler, den man von links nach rechts bewegt. Erst jetzt kann man das iPhone bedienen, was vor versehentlichem Einschalten schützt. Dank Schattenwurf und 3D-Effekten erschließt sich beim Schieberegler auch sofort, was zu tun ist. Obwohl er nur „virtuell“ auf dem Bildschirm erscheint, lässt er sich bedienen wie ein „echter“. Und während man mit dem Finger an dem Schieberegler „zieht“, ahnt man schon, warum Apple nach eigenen Angaben über 200 Patente auf iPhone-Technologien angemeldet hat. Der Regler folgt den Fingerbewegungen so exakt und ohne Zeitverzögerung, dass man schon hier den Apple-Ingenieuren den hohen Entwicklungsaufwand glaubt.

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