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Der iMac kommt zu spät

02.07.2004 | 15:30 Uhr |

Apples Ankündigung im September einen neuen iMac zu präsentieren sorgt für Aufregung.

Eine solche Taktik ist man aus Cupertino nicht gewohnt, denn noch nie zuvor hat der Mac-Hersteller ein neues Produkt mehr als zwei Monate vor dem eigentlichen Veröffentlichungstermin offiziell bestätigt.
Das unterstützt unsere Annahme, dass Apple den iMac ursprünglich schon auf der WWDC vorstellen wollte (siehe Macwelt 7/2004). Doch was hat zu der Verzögerung geführt? Hierüber schweigt sich Apple aus, doch man muss kein Prophet sein, um hinter das Geheimnis zu kommen.

So gut wie sicher ist, dass der neue iMac auf dem Power PC 970 von IBM - bei Apple "G5" genannt - basiert. Sehr wahrscheinlich ist zudem, dass der Mac Hersteller bereits die neue Version des G5, den PPC 970FX im iMac einsetzen will, der im 90-Nanometer-Herstellungsprozess gefertigt wird. Bei gleicher Taktfrequenz weist der FX-Chip gegenüber der 130-Nanometer-Version eine niedrigere Verlustleistung auf, die in deutlich geringerer Wärmeabgabe mündet. Da Apple den iMac kostengünstig herstellen muss, um im Consumer-Bereich konkurrenzfähig zu bleiben, bietet sich der kühle Chip an, da man auf aufwendige Kühlungsmechanismen (wie etwa die Flüssigkeitskühlung im neuen 2,5 GHz Power Mac G5) verzichten kann. Voraussetzung ist allerdings, dass der Chip mit geringerer Taktfrequenz arbeitet als im Power Mac G5, also sehr wahrscheinlich unter 2 GHz bleibt. Ein 1,6 GHz Einstiegsmodell wäre denkbar, eventuell auch noch ein Topmodell mit 1,8 GHz.

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