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"Der iMac richtet sich primär an die installierte Basis"

30.07.1998 | 00:00 Uhr |

Macwelt: Wie viele iMacs erwartet Apple dieses Jahr in Deutschland zu verkaufen?

Wiessner: So viele wie möglich! Wir erwarten, mit dem iMac die bisher verkauften Stückzahlen an Macintosh-Systemen auch im deutschen Markt deutlich zu erhöhen und damit die Plattform insgesamt zu stärken.

Macwelt: Der iMac ist ganz auf Heimanwender und Schulen zugeschnitten, eine Klientel, die Apple in Deutschland viel weniger hat als in den USA. Wen wird Apple Deutschland mit dem iMac adressieren?

Wiessner: Der iMac richtet sich in erster Linie an Kunden, die vor Jahren Performas gekauft haben und denen wir durch die Fokussierung auf den Publishing-Markt bisher keine Nachfolgemaschine anbieten konnten. Im ersten Schritt wird also primär die installierte Basis angesprochen, im zweiten Schritt Neukunden, die vielleicht noch überhaupt keinen Mac oder PC ihr eigen nennen, sich aber von dem außergewöhnlichen Design und der leichten Bedienbarkeit des iMac angesprochen fühlen. Darüber hinaus ist der iMac aufgrund seiner Netzwerkfähigkeiten und geringen Stellfläche natürlich auch für Schulen und Universitäten interessant - ein Markt, der sich in Deutschland erst langsam entwickelt.

Macwelt: Wird es speziell ausgerichtete Marketingaktionen für die avisierte Zielgruppe geben?

Wiessner: Der Schwerpunkt liegt klar auf der Werbung. In Planung sind produktbezogene Radio- und TV-Spots sowie Printanzeigen in ausgewählten Medien, mit denen die selektierten Zielgruppen angesprochen werden sollen. Daneben wird es weitere Aktivitäten wie beispielsweise "iMac Days" geben, die zusammen mit den Händlern veranstaltet werden.

Macwelt: Mit einem Straßenpreis von rund 3000 Mark liegt Apple erheblich über den Kosten für einen Einsteiger-PC. Wie will Apple den iMac gegenüber Lowcost-PCs plazieren? Welche Argumente stellt Apple den Billig-PCs gegenüber?

Wiessner: Der iMac hebt sich zum einen durch sein Design und seine Qualität von Billigangeboten ab, mit denen Apple nicht konkurrieren will. Zum anderen bietet der iMac dem Anwender die Technologie von morgen, namentlich die USB-Schnittstelle und den PowerPC G3-Prozessor. Im Gegensatz dazu werden in vielen Konkurrenzprodukten veraltete Komponenten verbaut, um den Preiis niedrig zu halten.

Das Gespräch führte Macwelt-Redakteur Sebastian Hirsch. Aktuelle Informationen zum iMac finden sich im "iMac Update", das man unter www.apple.com/imac abonnieren kann.

Info: Apple, Telefon: (D) 01 80/3 50 18, (A) 06 60/67 64,

(CH) 01/8 77 91 91, Internet: www.apple.de , www.apple.ch

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