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Der iPod zeigt die Kaufkraft an

24.01.2007 | 15:57 Uhr |

Das australische Investmenthaus Commonwealth Securities (Comsec) setzt auf den iPod als Kaufkraft-Indikator. Der iPod-Index soll zeigen, wieviel Wert ein US-Dollar in den verschiedenen Ländern hat, und mögliche Währungsschwankungen voraussagen.

Der Index umfasst insgesamt 26 Länder und zeigt zuerst einmal eins: Wie stark der Preis für einen iPod Nano mit 2 GB von Land zu Land schwankt. Deutsche Schnäppchenjäger sollten ihren iPod jenseits des Atlantiks kaufen. Den günstigsten Preis gibt es allerdings nicht in den USA, wo ein iPod 149 US-Dollar kostet (Stand: Januar 2007), sondern in Kanada. Den Preis von 144,20 US-Dollar kann kein Land unterbieten. Interessanterweise nicht einmal das Land, wo der iPod von fleißigen Arbeiterinnen und Arbeitern zusammengeschraubt wird: Mit 179,84 US-Dollar ist der iPod Nano hier vergleichsweise teuer, obwohl keine Transportkosten anfallen.

Teures Brasilien

Preiswertestes europäisches Land, zumindest nach dem iPod-Index, ist die Schweiz (175,59 US-Dollar). Deutschland landet mit einem Preis von 192,46 US-Dollar im Mittelfeld. Unter dem Zuckerhut zahlt man mit Abstand am meisten für Apples Musikplayer: Umgerechnet stolze 327,71 US-Dollar muss der Apple-Fan in Brasilien über die Ladentheke reichen.

Mit dem iPod-Index tritt Comsec in die Fußstapfen des Economist, der den Big-Mac-Index geschaffen hatte. Die Theorie besagt, dass ein identisches Produkt wie der Big Mac oder iPod in zwei Ländern langfristig den gleichen Preis kosten sollte. Allerdings berücksichtigt diese Theorie nicht unterschiedliche Frachtkosten für den iPod, Steuern oder Kosten für den lokalen Vertrieb.

Info: Commonwealth Securities

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