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Der weltweit erste Test: Power Mac G4 2-mal 1 GHz

29.01.2002 | 00:00 Uhr |

Knapp 700 Euro günstiger als sein Vorgänger ist Apples neues Flaggschiff, das nun auf zwei 1 GHz schnelle Prozessoren zugreift. Erfreulich daran: Das neue Spitzenmodell ist zudem besser ausgestattet und arbeitet auch deutlich schneller als sein Vorgänger.

München/Macwelt - Von außen ist der neue G4-Mac identisch mit seinem Vorgänger. Auch unter der Haube sieht man auf den ersten Blick nichts Neues. Kein Wunder, denn Apple verwendet die gleiche Hauptplatine wie bisher. Die einzigen Neuerungen sind neben den schnelleren Prozessoren die schnellere Grafikkarte. Bei letzterer handelt es sich um eine frischgebackene Nvidia Geforce4 MX, die Nvidia erst am 6. Februar der Welt präsentieren will. Kein Wunder also, dass momentan die komplette Computerpresse bei Apple die Telefonleitung heißlaufen lässt um die begehrte Highend-Grafikkarte testen zu können. Unser erster Test zeigt, dass diese Grafikkarte bei 3D-Anwendungen teilweise fast doppelt so schnell wie die Grafikkarte Geforce2 MX seines Vorgängers ist. Dagegen stellen wir keine nennenswerte Geschwindigkeitssteigerung bei 2D-Anwendungen wie beispielsweise scrollen oder zoomen fest. Detailierte Testergebenisse der Geforce4 MX geben wir ebenfalls im diesen Test an.

Die Kraft der zwei Gigahertzen


Zwar arbeiten die beiden Prozessoren des neuen Macs nur jeweils 200 MHz schneller als jene des Vorgänger-Macs, allerdings erledigt der neue Doppelprozessor-Mac seine Aufgaben deutlich flotter als sein Vorgänger. Mit dafür Verantwortlich ist der schnellere Level-3-Cache, der nun wie der Speicher der Grafikkarte die DDR-RAM-Technologie nutzt und so theoretisch doppelt so schnell wie beim Vorgängermodell die Daten austauscht. Die Ergebnisse sprechen für sich. So braucht das Rippen eines über 100 MB großen Musikstücks mit variabler Bitrate in höchster Qualität auf dem 2-mal 800 MHz schnellen G4-Mac knapp 55 Sekunden, auf dem 2-mal 1 GHz schnellen G4-Mac nur 42 Sekunden. Noch deutlicher ist der Geschwindigkeitsschub bei unserem Rendertest mit Cinema 4D. Während sein Vorgänger 40 Sekunden zum rendern unserer Testszene braucht, erledigt der neue Dualprozessor-Mac diese Aufgabe in nur 25 Sekunden. Im Vergleich braucht der 867 MHz schnelle Mac für den iTunes-Test 66 Sekunden und für den Rendertest knapp 69 Sekunden. Diese Werte sind bei diesen Test so langsam, da iTunes und Cinema 4D für seine Berechnungen mehrere Prozessoren verwendet. Anders ist das beispielsweise bei Apple Works, hier bleibt einer der beiden CPUs der Dualprozessor-Macs ungenutzt. So braucht der neue G4-Mac mit 2-mal 1 GHz zum suchen und ersetzen im unseren Test 80 Sekunden, während der 867 MHz schnelle Mac diese Aufgabe in 94 Sekunden und der 2-mal 800 MHz schnelle Mac in 99 Sekunden erledigt. Wegen der hohen Taktrate werden die Prozessoren sehr warm. Deshalb braucht die wuchtige Kühlrippe des neuen Dual-Macs wie sein Vorgänger einen zusätzlichen Lüfter. Das laute Betriebsgeräusch seines Vorgängers ist also auch beim neuen Mac ein Wermutstropfen.

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