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Details zu Brüssels Plänen gegen Microsoft durchgesickert

28.01.2004 | 11:53 Uhr |

Nachdem gestern bekannt wurde, dass bei der Europäischen Kommission in Brüssel der Rohentwurf einer Entscheidung in der Kartelluntersuchung gegen Microsoft kursiert, schwinden die Chancen des Softwarekonzerns auf eine Beilegung zusehends.

Microsofts schlimmste Befürchtung wäre wohl die Auflage, den für die Wiedergabe von Audio und Video zuständigen "Windows Media Player" vollständig aus seinem Betriebssystem zu entfernen. Dies wäre ein Präzedenzfall für die künftige Integration neuer Techniken in Windows. So weit scheint die Kommission indes nicht gehen zu wollen. Laut Insidern will sie das Unternehmen verpflichten, nur zusätzlich auch eine Windows-Variante ohne Media Player anzubieten.

Ebenfalls geplant ist eine Geldstrafe wegen Verstoßes gegen europäisches Kartellrecht. Mit mehr als 50 Milliarden Dollar Bargeld kann Microsoft einer solchen relativ gelassen entgegen sehen, selbst wenn hier rein theoretisch ein Betrag von bis zu einem Zehntel vom Jahresumsatz des Herstellers möglich wäre. Über die Höhe der Strafe kann gegenwärtig nur spekuliert werden - diese wird frühestens eine Woche vor einer endgültigen Abstimmung zur Bekanntgabe der Kommissionsentscheidung festgesetzt, die für März oder April erwartet wird. Weiter...

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