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Details zu den neuen iMacs

16.10.2015 | 13:30 Uhr |

Einige Details der neuen iMacs lassen staunen. Apple hat uns ausführlich erklärt, was man sich bei Fusion Drive und Grafikkarte denn so gedacht hat.

Jason Snell konnte für Macworld den neuen iMac 21,5 Zoll bereits testen und ist vor allem vom Retina-Display begeistert: Der iMac Retina 4K bringt das hochauflösende Display zum erschwinglichen Preis. Gerade einmal 200 Euro Aufpreis kostet es noch. Auch ein anderes Preisschema lässt Staunen: Das optionale Fusion Drive bietet Apple in der 1-TB-Version für gerade einmal 120 Euro Aufschlag an.

Möglich macht das die Reduktion auf das Wesentliche, hat uns Apple bei einem Produkt-Briefing verraten. Wie schon in der Pressemitteilung vom Dienstag steht, bringt die 1-TB-Option nur einen 24 GB fassenden SSD-Speicher zur Unterstützung der magnetischen Festplatte. Da passt kaum mehr als das System drauf, die reduzierte Größe macht aber dennoch Sinn.

Speicheroptionen

Warum aber 24 GB? Hat nicht OWC beim Zerlegen des iMac Retina 4K eine 32-GB-SSD gefunden? Gibt es überhaupt eine 24-GB-SSD? Die gibt es natürlich nicht, Apple hat aber eine naheliegende Erklärung für die Nennkapzität: 8 GB des Speichers sind für spezielle Systemdateien fest reserviert, unter anderem für die Rettungspartition, mit der Apple seit OS X 10.7 Lion seine Rechner ausliefert. Die verbleibenden 24 GB nutzt die SSD vorwiegend für das bootende System und für oft gebrauchte Dateien. Doch hat Apple seinen Algorithmus für das Fusion Drive geändert, dort landen nun abgesehen vom gesamten System vorwiegend kleinere Dokumente der Anwender, die häufig benutzt werden. Wer also viel mit Textdokumenten, Tabellen oder Bildern in überschaubarer Größe arbeitet oder immer wieder die gleichen paar Alben in iTunes hört, sollte mit dem 24 GB großen Flash-Speicher auskommen. Wer hingegen viel mit Audioprogrammen, großen Videos oder umfangreichen Layout-Projekten arbeitet, sollte besser zum 128 GB großen Flashspeicher greifen, den Apple mit der 2-TB- und der 3-TB-Option ausliefert. Dann ist auch gleich der Gesamtspeicher größer. Schön: Die 2-TB-Option kostet mit ihren 240 Euro nun genau so viel wie die 1-TB-Option zuvor, die nun mit einem Aufpreis von nur noch 120 Euro die Anschaffung eines Fusion Drive deutlich erschwinglicher macht.

Videoschnitt mit 4K

Der 21,5-Zöller kommt nur mit einer diskreten Grafik von Intel und nicht mit einem eigenen Chip wie der 27-Zöller. Das 4K-Display könne die integrierte Grafik aber dennoch problemlos ansteuern, wer aber 4K-Video in professioneller Manier schneiden will und dabei auf die Rechenleistung der GPU zur Unterstützung angewiesen ist, der sollte besser zum iMac Retina 5K mit seinem 27-Zoll-Display greifen. Dieses ist mit seiner größeren Fläche für 4K-Videoschnitt auch deutlich geeigneter.

Eine weitere unserer Fragen zum Display beantwortet Apple abschlägig-ausweichend. Der Monitor unterstützt weiterhin nur 8 Bit pro Farbkanal und nicht 10 Bit, wie es sich in der Windows-Welt mehr und mehr durchsetzt. Der Nachteil sei nicht gravierend, lediglich auf eine hochpräzise Darstellung von Graustufen, wie sie in der Medizintechnik benötigt werde, müsse man verzichten. Die neuen iMacs stellen weiterhin nur 256 Graustufen dar. Intern rechnet der Mac aber bereits mit 10 Bit pro Kanal, zukünftige Produkten könnten 10-Bit-Displays aber unterstützen.

Der P3-Farbraum hat zudem die Experten überrascht. Nicht sein größerer Umfang gegenüber sRGB, sondern der Verzicht auf Adobe RGB als erweitertem Farbraum. Apple hat aber eine einfache Erklärung dafür parat: DCI-P3 wurde für das Digitalkino entwickelt und ist für Bildschirme daher geeigneter als der für Druckerzeugnisse optimierte Farbraum Adobe RGB. Vom Umfang her geben sich die beiden Standards nichts.

Im Macwelt Testcenter

Ob denn nun der neue iMac hält, was er verspricht, werden wir ab der kommenden Woche ausführlich für Sie testen. Schalten Sie dazu unseren Twitterkanal @MacweltTestLab ein und verfolgen Sie den Test ab Montag in Echtzeit!

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