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Deutsche Ermittler verschicken immer mehr stille SMS

10.09.2013 | 09:38 Uhr |

Deutsche Ermittlungsbehörden orten immer häufiger Mobiltelefone mittels sogenannter stiller SMS.

Das berichtet die "Süddetusche Zeitung" unter Berufung auf eine Anfrage des Linken-Abgeordneten Andrej Hunko an die Bundesregierung . Demnach haben allein in der ersten Hälfte dieses Jahres Verfassungsschutz, Bundeskriminalamt (BKA), Bundespolizei und Zoll insgesamt 264.684 stille SMS (auch als "Stealth Ping" bezeichnet) verschickt. Den größten Anteil daran hat der Zoll mit 138.779 Ortungs-Daten. Im gesamten Jahr 2012 verschickten die Ermittlungsbehörden 328.572 stille SMS. Diese Zahlen liefert eine Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage des Linken-Abgeordneten Andrej Hunko.

Für eine stille SMS müssen Ermittler lediglich die Nummer des Handys kennen. Die speziellen Kurznachrichten haben keinen Inhalt und enthalten einen Steuerbefehl, der dafür sorgt, dass auf dem Handy weder etwas angezeigt noch ein Signal ausgegeben wird. "Berichte über die zunehmende Überwachung digitaler Verkehre untergraben das Vertrauen in die Freiheit des Internet und der Telekommunikation", zitiert die "Süddeutsche" Hunko. Neu von Wikileaks veröffentlichten Dokumente würden ebenso wie die nun vorliegende Antwort der Bundesregierung belegen, dass alle Formen der Telekommunikationsüberwachung ansteigen.

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