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Deutsche Telekom legt Bilanz für 2005 vor

02.03.2006 | 12:09 Uhr |

Unternehmen hebt Dividende um 16 Prozent an, Telekom-Chef sieht zwischen Ausschüttung und Stellenabbau „keinen Zusammenhang“.

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Die Deutsche Telekom hat nach einem deutlichen Gewinnplus die Dividende für 2005 um 16 Prozent angehoben. Die Ausschüttung an die Anteilseigner soll um 10 Cent auf 0,72 Cent pro Aktie erhöht werden, teilte die Gesellschaft am Donnerstag in Bonn mit. Dies sei die höchste Dividende in der Unternehmensgeschichte. Der Überschuss wuchs im vergangenen Jahr von 1,59 Milliarden auf 5,58 Milliarden Euro. Neben einer operativen Verbesserung trugen geringere Zinszahlungen und eine niedrigere Steuerzahlungen dazu bei.

Wie im Gesamtjahr so profitierte die Telekom auch im vierten Quartal von Zuwächsen ihrer Mobilfunktochter. Zwischen Oktober und Dezember kletterte der Gewinn vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (EBITDA) gegenüber dem Vorjahr von 4,71 auf 5,12 Milliarden Euro und der Umsatz auf 15,52 (Vorjahr: 14,72) Milliarden Euro, während der Überschuss von 1,74 Milliarden auf 989 Millionen Euro sank. Damit erfüllte der Konzern die eigenen Erwartungen und die Prognosen der Analysten. Belastet wurde das Ergebnis allerdings durch Abschreibungen auf die britische Mobilfunktochter in Höhe von 1,9 Milliarden Euro.

Europas größter Telekomkonzern bestätigte hingegen seine Prognose für das laufende Jahr. Demnach soll das EBITDA auf 20,2 bis 20,7 (Vorjahr: 20,7) Milliarden Euro sinken. Im kommenden Jahr solle das EBITDA wieder um 1,5 Milliarden Euro zulegen. Hintergrund für den sinkenden operativen Gewinn im laufenden Jahr sind höhere Investitionen, mit denen Vorstandschef Kai-Uwe Ricke die führende Marktposition der Telekom untermauern will. Der Umsatz soll dafür um fünf Prozent steigen.

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