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Die Bar ohne Namen

15.05.2006 | 12:53 Uhr |

In München hat eine neue Bar für Mac-User ihre Tore geöffnet. Bereits vor der Eröffnung musste Besitzer Marco Peters den Namen ändern. Apple beanstandete den Namen „Macbar“.

Peters hatte seine Bar in der Deroystrasse in München „Macbar“ getauft. Dies allerdings gefiel dem Mac-Hersteller überhaupt nicht. Donnerstagabend ließ die Rechtsabteilung von Apple mitteilen, dass sich Peters einen neuen Namen suchen muss. Auch das alte Logo, eine angeknabberte Kaffee-Tasse in Anspielung an den Apfel, beanstandete die US-Zentrale.

Daher hat Besitzer Peters bei der Eröffnung am Freitag zu einem Namenswettbewerb aufgerufen. Namensvorschläge für die neue Bar können auf seiner Webseite eingegeben werden, alternativ kann man dies auch an Rechnern in der Bar tun. Die Namensvorschläge projiziert ein Beamer an die Wand.

Die – noch namenlose – Bar bietet Mac-Arbeitsplätze (zwei iMacs und zwei Plätze für eigene Laptops), Internet-Zugang via Hot-Spot und einen Farblaserdrucker. Dazu reicht das Team von Marco Peters heißen Kaffee. Die Bar ist in eine ehemalige Werkstatthalle der Post eingezogen. Viel geändert hat man nicht an der Innenarchitektur: Es wurde weitgehend alles im Originalzustand belassen, die Wände wurden mit 100 Liter grauer Farbe lackiert. Das Industrie-Ambiente ist daher noch gut zu spüren.

Die Bar bietet verschiedene Mitgliedschaften an. Privatanwender erhalten für 19 Euro im Monat neben Kaffee Zugang zu den Arbeitsplätzen in der Bar und eine eigene E-Mail-Adresse. Zusätzlich können sie eine Werkstatt-Stunde für Hardware-Probleme nutzen. Weiterhin gibt es einen Selbstständigen-Tarif mit fünf Werkstatt-Stunden (59 Euro) und einen VIP-Tarif (89 Euro). Wer den VIP-Tarif nutzt, kann auf eine unbegrenzte Technik-Unterstützung zurückgreifen. Nicht genutzte Stunden verfallen allerdings nach Monatsende.

Wer die Bar erstmal kennen lernen möchte, kann dies mit einem freien, kostenlosen Tarif tun.

Geöffnet hat die Bar täglich von 11 bis 18 Uhr, außer Dienstag und Sonntag.

An der Namensfindung kann man sich noch bis zum 17. Mai beteiligen. Wer Marco Peters von seinem Vorschlag überzeugen kann, darf sich über eine VIP-Mitgliedschaft für ein Jahr freuen.

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