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Die Big-Macs kommen (Teil 2)

04.08.2006 | 12:50 Uhr |

Im zweiten Teil unseres Blicks auf die kommenden Profi-Macs berichten wir, welche weiteren Änderungen neben dem Prozessorwechsel die Power-Mac-Nachfolger erfahren werden und welche Tricks Intel einsetzt, um seine Prozessoren schnell zu machen.

Weitere Änderungen im Mac Pro

Intel-CPUs im Vergleich: Zum Vergrößern auf das Bild klicken
Vergrößern Intel-CPUs im Vergleich: Zum Vergrößern auf das Bild klicken

Doch Apple wird nicht nur das Herz des neuen Profi-Mac austauschen, auch andere Komponenten und Schnittstellen bedürfen der Überarbeitung.

Aktuell kommen alle Power Macs G5 mit 512 MB RAM-Speicher an Bord. Für Mac-OS X 10.4 mag das zunächst ausreichend sein, doch neue Gimmicks und Funktionen in Mac-OS X 10.5 werden sicherlich mehr Speicher beanspruchen. Man muss also kein Prophet sein, um zu erahnen, dass die neuen Modelle über mehr internen Speicher verfügen werden. Ein Gigabyte wird dabei Standard werden, die High-End-Konfiguration kommt vermutlich mit zwei Gigabyte RAM.

Die Grafikkarte Nvidia Geforce 6600, die Apple bislang in den G5-Power-Macs einsetzt, ist nicht mehr auf der Höhe der Zeit. Apple wird hier auf aktuellere Modelle zurückgreifen. Vermutlich findet eine ATI Radeon X1600 oder X1800, respektive eine Nvida Geforce 7600 oder 7800 den Weg in die Mac Pro-Systeme. Für High-End-Freaks wird es weiterhin die Nvidia Quadro FX 4500 (siehe Test in Macwelt 4/2006, Seite 35) geben. Als Ergänzung ist auch ATIs derzeitiges Flaggschiff, die Radeon X1900 denkbar.

Grafikkarten koppeln

Im Windows-PC-Bereich ist die Kopplung zweier Grafikkarten für High-End-3D-Grafikanwendungen und Spiele inzwischen weit verbreitet. Nvidia nennt das Verfahren SLI, bei ATI heißt es Crossfire. Hier wird im Wesentlichen die Grafikleistung von zwei identischen Karten vereint, was einen weiteren Geschwindigkeitszuwachs hauptsächlich im 3D-Bereich bietet. Teilweise kann man fast eine Verdopplung der Frameraten messen.

Technisch sind sogar die aktuellen G5-Macs schon für SLI oder Crossfire geeignet, denn sie verfügen bereits über die notwendige PCI-Express-Bustechnologie. Es bedarf allerdings der Unterstützung der Grafikkartentreiber, damit die Kopplung vom Betriebssystem und somit allen Anwendungen unterstützt wird. Mit Mac-OS X 10.5 Leopard könnte Apple die Treiber entsprechend erweitern. SLI oder Crossfire stünde dann nichts mehr im Wege.

eSATA löst Firewire 800 ab

Auch bei den Massenspeichern gibt es Fortschritte. Der serielle Festplattenanschluss Serial-ATA ist nun in der zweiten Generation verfügbar. SATA II verdoppelt die Bandbreite auf 3 Gigabit pro Sekunde. Zwar gibt es aktuell noch keine Platten, die das ausreizen könnten, aber beim Zugriff auf kleine Dateien, die in den Cache der Platte passen, macht sich die höhere Geschwindigkeit durchaus bemerkbar.

Neu ist auch der externe Anschluss von Serial-ATA-Geräten, der unter dem Begriff eSATA läuft. Da die Datenraten hier genauso hoch sind wie bei der internen Variante, hat eSATA gegenüber dem von Apple derzeit noch favorisierten Firewire 800 ganz klar die Nase vorn. Man kann davon ausgehen, dass Apple dem neuen Mac Pro zwei oder vier eSATA-Ports spendiert. Eventuell zu Lasten von Firewire 800, das immer mehr an Bedeutung verliert. Firewire 400 wird aber an Bord bleiben. Es ist als Schnittstelle zu digitalen Videokameras nicht wegzudenken.

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