Die CES in Bildern
CES 2010: Tablets, E-Bookreader und zukünftige Mac-Prozessoren
Die weltgrößte Messe für Unterhaltungselektronik ist zu Ende. Übrig bleibt die unbefriedigte Suche nach einem tollen neuen Tablet-Konzept und eine Vorschau auf die nächsten Prozessoren der Macs.
Die CES ist die wichtigste Elektronikmesse weltweit: 120.000 Fachbesucher, 20.000 neue Produkte und Tausende Aussteller aus aller Welt – dies ist das Fazit der Veranstalter des CES in Las Vegas. Diese vorläufigen Zahlen deuten an, dass das Interesse an Unterhaltungselektronik auch nach dem "Krisenjahr" nicht geringer ist als in den vergangenen Jahren. 2010 stehen vor allem zwei Themen ganz oben auf der Agenda der Hersteller und Journalisten.
3D-Fernseher und Tablet-Computer. Das Unternehmen, das das Hype um flache Touch-Computer ohne Tastatur angefeuert hatte, ist jedoch nicht einmal bei der CES dabei: Apple. Stattdessen zeigten Microsoft, sowie einige Hersteller ihre eigenen Vorstellungen von Tablet-PCs. Chiphersteller Intel zeigte neue Nehalem-Prozessoren, die einen Ausblick auf zukünftige Mac-CPUs geben. Unter anderem gibt es jetzt sparsame Prozessoren, in die der Grafikchip bereits eingebaut ist.
Die zukünftigen Mac-CPUs, einen iPhone-Helicopter und multimediale E-Bookreader gibt es in unserer Galerie zu sehen:
Bei der weltweit größten Messe für Unterhaltungselektronik gibt es jedes Jahr zahlreiche Weltpremieren. Der Andrang von Journalisten ist riesig. Insgesamt gab es auf der CES 2010 rund 20.000 Produktvorstellungen. Über 120.000 Fachbesucher kamen dieses Jahr auf die Messe.
Zwei Trend-Themen dominieren die CES 2010: 3D-TV und die Renaissance des Tablet-PCs. Hier zeigt Microsoft-Chef Steve Ballmer einen Tablet mit Windows 7. Die Ballmer-Rede am Eröffnungsabend war mit Spannung erwartet, zeigte jedoch wenig Neues.
Vor der Microsoft-Keynote mussten Journalisten und Interessenten lange warten, wegen technischer Probleme verzögerte sich die Präsentation. Nach der Vorstellung zeigten sich Experten von Microsofts Tablet-Konzept enttäuscht. Es seien nichts weiter als herkömmliche Tablets mit herkömmlichem Windows 7. Der Ball liegt jetzt auf Apples Seite. Legt Apple ein überzeugendes Konzept vor, könnte man diese Nische bald dominieren.
Das HP Slate war eines der von Microsoft gezeigten Produkte.
Microsoft kam Apple zwar mit der Präsentation zuvor, zur Serienreife haben es die gezeigten Tablets aber kaum geschafft. Das Slate soll erst im Sommer auf den Markt kommen. "Slate" wird der offizielle Microsoft-Markenname für Tablets mit Windows 7.
Zahlreiche Hersteller zeigen neue Konzepte und Prototypen für Tablet-Rechner. Hier ein Modell des Herstellers Dell.
Ebenfalls im Trend: Netbooks mit drehbarem Touchscreen. Diese Hybriden lassen sich in Tabletrechner umbauen, sind dabei aber dicker als reine Tablets ohne Tastatur.
iPhone-Helikopter: Der AR Drone ist ein Lacher in allen Gadget-Blogs und Mac-Foren. Vergleichbare Hubschrauber gibt es schon länger, hier hat sich der Hersteller jedoch einiges einfallen lassen…
Das iPhone ist die Fernbedienung. Per Neigung und Touchscreen kann men den Flug der ferngesteuerten Drone lenken. Besonderer Clou: die eingebaute Kamera. Sie überträgt ein Live-Bild auf den Bildschirm des iPhone. Dadurch kann man sogar Spiele als augmented reality spielen. Das Kamerabild wird dabei mit virtuellen Objekten ergänzt.
Die Steuerung des AR Drone soll simpel sein. Wer möchte, kann mit zwei Dronen virtuell gegeneinander kämpfen.
Intel hatte einen großen Stand auf der CES und zeigte zahlreiche neue Prozessoren, die in Zukunft auch in Macs zum Einsatz kommen werden.
Arrandale Mobile: Der Arrandale-Chip gehört zur Nehalem-Familie und wird unter dem Namen Core i5 vermarktet. Auch die Bezeichnungen Core i3 und i7 kommen – je nach Variante – zum Einsatz. Anders als die heutigen Core i5 hat die mobile Version nur zwei statt vier Kerne. Dafür sind in viele Modelle bereits kompakte Grafikchips integriert.
Die Arrandale-Reihe ist sparsam und wird in kleinen Desktop- und gehobenen Mobilrechnern zum Einsatz kommen. Die Basis-Taktfrequenz liegt bei 1,06 bis 2,66 GHz. Das macht sie zu Kandidaten für einen Mac Mini oder Einstiegs-Macbook.
Der Clarkdale-Kern bildet den höher getakteten Bereich der Prozessoren, setzt aber ebenfalls auf zwei Prozessorkerne. Pentium-, Core i3 und i5 aus der Clarkdale-Reihe sind zwischen 2,8 und 3,46 GHz getaktet. Ein Grafikchip ist hier ebenfalls integriert.
Hinter dem Namen Westmere steckt die nächste Generation der Nehalem-Familie bei Intel. Hier stecken bis zu sechs Kerne in einem Chip.
Der Westmere-Kern ist in Zukunft gar mit bis zu zwölf CPU-Kernen erhältlich. Dies könnte einen mächtigen Mac Pro ergeben. Gleichzeitig nutzt Intel die Westmere-Technik auch zur Miniaturisierung. Als Core i3-300 und 600 gibt es integrierte Lösungen, die aus zwei Westmere-Kernen, Grafikeinheit und Speichercontroller bestehen. Dies könnte eine kompakte Lösung für Mini-Laptops sein.
Auf der CES gab es zahlreiche neue Modelle und Konzepte von E-Bookreadern zu sehen. Hier ein Exemplar des Herstellers Alex. Er arbeitet mit dem Handybetriebssystem Android und hat zwei Bildschirme. Der kleine Farbbildschirm erlaubt es, nebenbei im Internet zu surfen oder andere Multimediafunktionen zu nutzen.





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