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Die Freitagskolumne

27.06.2003 | 14:04 Uhr |

Jede Zeitschrift hat sie, jeder Leser liest sie: Nichts ist so beliebt wie In- und Out-Listen, Trendforschung und der Blick in die gläserne Kugel. Was geht uns unser Geschwätz von gestern an?

Auch wir lehnen uns traditionell jedes Jahr vor Weihnachten aus dem Fenster und tragen quer durch alle Ressorts zusammen, was unserer Meinung nach im nächsten Jahr passieren wird. Manchmal sind wir vorsichtiger, manchmal ist eher Wunsch der Vater der Prognose.

Nachdem Steve Jobs mit seinen WWDC-Neuheiten die Katze aus dem Sack gelassen und den Fahrplan für die nächsten Monate vorgegeben hat, ist dies also ein guter Moment, unsere Prognosen aus Ausgabe 1/2003, ab Seite 8, auf ihre Trefferquote abzuklopfen:

Vorhersage Prozessoren

Prognose: Mitte 2003: IBM Power PC 970, Motorola MPC 7457 und 7457-M
Tatsache: Die neuen G5-Macs sind angekündigt, und sogar mit höheren Taktraten als von uns geschätzt. Weniger gut sieht es in Sachen Motorola aus: In einer Pressemitteilung von Anfang Juni kündigt der Hersteller ein neues Herstellungsverfahren an, mit dem er auch die Power-PC-Chips 7455 und 7457 so produzieren will, dass sie 20 Prozent mehr Leistung bringen und dabei weniger Strom verbrauchen als bisher. Genaue Zahlen will das Unternehmen nicht nennen, verweist aber auf andere Chips, bei denen die Umstellung des Produktionsverfahrens beispielsweise einen Sprung von 1 GHz auf 1,2 GHz Taktrate bewirkt hätte. Interessant wären solche Chips sicherlich für Apples Powerbooks, da der in den neuen Power Macs verwendete Prozessor wegen seiner hohen Wärmeentwicklung für den Einsatz in mobilen Rechnern untauglich ist.

Vorhersage Neue Macs

Prognose: Frühjahr G4-iBooks mit G4-Prozessor, TFT-iMacs ab 1000 Euro, Sommer Power Macs mit MPC 7457. Standards Bluetooth, DVD-Brenner, Airport mit 802.11b
Tatsache: Ein Blick in die Bestenlisten der aktuellen Ausgabe verrät eine mittlere Trefferquote. Auf die G4-iBooks warten wir immer noch, immerhin hat Apple durch einen Speedbump die Taktraten der Einstiegs-Rechner nochmals erhöht (siehe auch Macwelt 7/03). Die TFT-iMacs sind jedoch in der ersten Jahreshälfte noch deutlich teurer als von uns erhofft: die günstigste Konfiguration kostet immer noch 1500 Euro, wer einen günstigeren Rechner sucht, findet in den überarbeiteten eMacs jedoch gute Alternativen.

Der Sommer bringt uns dann die ersehnten neuen Desktop-Rechner: Doch obwohl wir das Potenzial von IBMs Power-PC gewürdigt hatten, haben wir zu Jahresanfang noch gezweifelt, ob Apple wirklich den Switch auf die 64-Bit-Systemarchitektur schafft und in unserer Vorhersage auf die "konventionelle" Variante mit einem Motorola-Prozessor gesetzt. In Sachen Standards haben wir jedoch nicht zu viel versprochen: Die neuen Apple-Rechner bieten Bluetooth entweder optional oder integriert, ein überarbeitetes Superdrive und optional Airport Extreme. Weitere Einzelheiten lesen Sie in der August-Ausgabe der Macwelt, die ab 2. Juli am Kiosk liegt.

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