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"Die Mac-User sind Kreativprofis"

21.09.2006 | 10:00 Uhr |

Adobe verteidigt seine Entscheidung: Mangels Nachfrage gibt es keine Standard- und keine 3D-Version für Macs

acrobat 8
Vergrößern acrobat 8

Nachdem seit gestern klar ist, dass Adobe die neue, Intel-kompatible Mac-Version von Acrobat ausschließlich als Pro-Version vertreiben wird, regt sich Unmut. Adobe kann den Ärger nicht nachvollziehen. Auf E-Mail-Anfrage von macnews.de verteidigt Alexander Hopstein, PR-Manager für Zentral- und Osteuropa, die Entscheidung.

Warum wird Adobe für die Mac-Anwender keine Standard-Version von Acrobat 8 anbieten?

Einige Features wie die OCR-PDF-Funktion sind auch für User ohne Windows höchst attraktiv. Unsere Verkaufszahlen belegen, dass Mac-Kunden fast ausschließlich Acrobat Professional kaufen. Die Macintosh-Nutzer sind eher Kreativprofis und Business-Spezialisten, die für ihre Arbeit den vollen Funktionsumfang von Acrobat Professional benötigen. Sie legen zudem viel Wert auf Kontrolle in der Druckvorstufe sowie die Möglichkeit, Abstimmungen im Team zu initiieren und Anwender des kostenfreien Adobe Reader darin einzubinden.

Ebenso erscheint die 3D-Version laut Ankündigung ausschließlich für Windows. Damit schließen Sie den High-End-Macuser also genauso aus wie den semiprofessionellen Anwender, dem die systemintegrierten PDF-Fähigkeiten von Mac OS X nicht ausreichen. Sicherlich haben Sie triftige Gründe hierfür, aber welche?

Die Erstellung von dreidimensionalen PDFs wurde fast ausschließlich von Anwendern und Kunden aus der Industrie nachgefragt, die alle mit Windows arbeiten. Da der Mac mehrheitlich in anderen Märkten eingesetzt wird, gibt es hier nur eine sehr geringe Nachfrage seitens unserer Kunden.

Können Sie uns bitte erklären, warum ein Kunde, der im Adobe Online-Store die Acrobat 8-Pro-Version vorbestellt, für den Download der Software fast 30 Euro mehr bezahlen soll als derjenige, der sich das Retail-Pack zusenden lässt? Üblich ist doch der andere Weg...

Es ist tatsächlich so, dass der Download von den Adobe-Servern in Irland stattfindet und daher die irische Mehrwertsteuer (21 Prozent) gilt. Das nennt sich "Ship from country". Wohingegen die Box-Produkte in das entsprechende Land verschickt werden ("Ship to country"), dabei gilt der lokale Steuersatz.

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