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Die Server-Version von Leopard

26.10.2007 | 13:08 Uhr |

Mac-OS X Server 10.5 hat viele neue Funktionen, bietet mehr Dienste an als die Client-Version und lässt sich komfortabler administrieren.

Leopard Server
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Mit dem Update auf Mac-OS X 10.5 geht auch die Server-Version des Systems in die nächste Runde. Mit ihr hat Apple vor allem kleine Firmen im Visier, die zwar einen leistungsfähigen und flexiblen Server brauchen, sich aber keine große IT-Abteilung leisten wollen. Hier punktet der Leopard-Server mit einem vergleichsweise geringen Admistrationsaufwand.

Server vs. Client

Für Einzelkämpfer und kleine Arbeitsgruppen bietet bereits die Client-Version von Mac-OS X so ziemlich alle benötigten Dienste. Weitere wie Mail-, MySQL-, PHP- oder WebDAV-Server lassen sich mit wenig Arbeits- und Geldaufwand nachrüsten, da sie auf freien Projekten und Protokollen basieren. Der Leopard-Server bietet aber nicht nur zusätzliche Dienste an, sondern verpackt auch alles in einer komfortablen Oberfläche. Damit Sie nicht beim Editieren von Konfigurationsdateien die Zeit und Übersicht verlieren, erlauben Apples Tools das Aktivieren von Diensten und Optionen per Checkbox. Das zentrale Administrations-Tool können Sie sowohl lokal am Server als auch per Internet nutzen. Sie haben also in beiden Fällen die gleich Oberfläche vor sich und den vollen Zugriff auf alle Funktionen. Selbst ein Widget, das den Status der wichtigsten Dienste meldet, gehört dazu.

Neue Dienste

Der Leopard-Server bietet nun auch einen iCal-Server für Gruppenkalender, der auf der HTTP/WebDAV-Erweiterung CalDAV basiert. Ein Wiki-Server erlaubt Arbeitsgruppen neuerdings, gemeinsam Informationen zusammenzutragen und zu bearbeiten. Der Spotlight-Server indiziert vom Server aktivierte Volumes und stellt allen angemeldeten Benutzern die Informationen bei der Spotlight-Suche über das Netzwerk zur Verfügung. Mit dem Podcast Producer erhalten Sie schließlich ein Werkzeug, das den gesamten Ablauf der Podcast-Erstellung von der Aufnahme bis zur Veröffentlichung automatisiert.

Zum Schluss

Apple hat auch diverse alte Komponenten erweitert. Außerdem liegen viele Server-Anwendungen nun in 64-Bit-tauglicher Form vor, wodurch sich sehr große Datenmengen managen lassen. Die Preise bleiben bei rund 500 (zehn Clients) beziehungsweise 1000 Euro (unbegrenzte Client-Anzahl).

Das ist neu

– Leichtere Konfiguration

– Mehr 64-Bit-fähige Server-Prozesse

– File-Server mit NFSv3 mit Kerberos und AutoFS

– iCal-Server mit CalDAV

– iChat Server 2

– Open Directory 4

– Podcast Producer

– Erweiterter Postfix-Mail-Server (64 Bit)

– Quicktime Streaming Server 6 (64 Bit)

– Spotlight-Server

– Web-Server Apache 2.2 mit JBoss 4, Tomcat 5 und Ruby on Rails

– Wiki-Server

– Xgrid 2

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