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Die Suche nach dem frühen Update

03.08.2001 | 00:00 Uhr |

Nicht jeder Entwickler hält dicht: Illegale Kopien von Betafassungen des Updates auf Mac-OS X 10.1 kursieren derzeit rege im Internet.

München/Macwelt - Noch bis zum September vertröstete uns Steve Jobs auf der Macworld Expo in New York, erst dann wird das große Update 10.1 von Apples neuem Unix-Betriebssystem erhältlich sein. Großes Erstaunen in der Macgemeinde machte sich auch breit, als man in Cupterino verkündete, dass der Weg zur nächsten Systemversion nur über den Erwerb einer CD für rund 20 US-Dollar führt. Der Mac-Hersteller propagiert laut eigenen Angaben diese Verbreitung, da der Umfang des Updates den Rahmen für einen Download sprengen soll. Lediglich eine begrenzte Gruppe von Entwicklern und Betatestern konnte bereits schon die neuen Funktionen und die erhöhte Schubkraft des Pumas, so der Codename der Version 10.1, erleben. Diese mussten sich jedoch gegenüber Apple zur Geheimhaltung verpflichten.

Doch so mancher Entwickler hält sich nicht daran und meint gespannt wartenden Enthusiasiten schon jetzt Gutes tun zu müssen.
Aus unergründbaren Quellen scheinen einzelne Kopien der Betaversion der neuen Version von Mac-OS X in entsprechenden Internettauschforen gelandet zu sein. Dort schrecken auch viele Macianer nicht vor Download zurück, die trotz Breitbandanschluss bis zu fünf Stunden dauern.
Zur Zeit zirkulieren die letzten drei Betaversion mit den Build-Nummern 5D15, 5FJ und 5F24 in rege im Netz. Einige der von Steve Jobs versprochenen Funktionen fehlen aber vereinzelt noch bei verschiedenen Tauschobjekten, so ist der DVD-Player nicht immer implementiert.

Aber der allgemeine Wunsch nach Steigerung der Performance macht illegale Kopien von Mac-OS X10.1 zum Allerorts gesuchten Schlager. Aus dem Run nach Raubkopien lässt sich so zumindest auch die schon weit verbreitete Akzeptanz der Nutzer für das Apple-Unix herleiten. Jetzt ist der Mac-Hersteller am Zug, um den Wunsch nach Geschwindigkeit und kompletter Unterstützung der Hardware dem Kunden so schnellst als möglich zu erfüllen. Bei den versprochenen Verbesserungen sollten einem auch der voraussichtlich zu entrichtende Obolus nicht zu wider sein. Seine Neugier sollte man jedoch zügeln und lieber auf den September warten. Installiert man eine raubkopierte OS-Version, verstößt man nicht nur gegen die Lizenzbedingungen, sondern hat auch ein unfertiges Betriebssystem auf seinem Rechner. mh

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