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Die Sucht nach Neuem: Gerüchte und Snow Leopard

24.06.2008 | 14:56 Uhr |

Vieles ist rund um Snow Leopard schon bekannt, anderes wegen des frühen Stadiums der Software noch gar nicht abzusehen. Dennoch preisen die Gerüchteseiten jedes Detail als wichtie Information.

Auf der Suche nach Sensationen kratzen und stochern sie in den ersten Vorversionen der kommenden Mac-Version 10.6 herum und hängen den kleinsten Klöppel an die große Glocke: Die Zeiten sind schwer geworden für Gerüchteseiten, Apple will das kommende Snow Leopard weitgehend frei von Neuerungen halten und konzentriert Geschwindigkeit und Stabilität des Betriebssystems verbessern. Kaum Spektakuläres, kaum Spekulatives - doch wer fleißig sucht, der findet.

Apple kann die Entwickler noch so eindringlich um Verschwiegenheit bitten - was im neuen Betriebssystem steckt, kommt auch an die Öffentlichkeit. Getuschelt wird über die Tatsache, dass die Größe der Programme in Snow Leopard auf einen Bruchteil schrumpfen wird - auch wenn das bereits zuvor aus Screenshots hervorging . Eine Tabelle auf Roughly Drafted führt den neuen Schlankheitswahn vor Augen: Der Dienstprogramme-Ordner ist in aktuellen Systemversionen 468 Megabyte groß, unter Mac OS X 10.6 wiegt er nur noch 52 Megabyte. Automator magert von 29 auf 3 Megabyte ab, Mail von 287 auf 91 Megabyte. Insgesamt dürfte der Programme-Ordner nach unserer Rechnung von über 800 Megabyte auf nur noch 259 Megabyte schrumpfen. Eine weitere Novität stellen neue Textfunktionen dar, hier guckt Hersteller Apple offenbar bei Microsoft ab und hat einmal selbst die Kopierer angeworfen: Words' Rechtschreib- und Grammatikkorrektur hat Mac OS X 10.5 bereits an Bord, letztere allerdings nicht in deutscher Sprache. Hinzukommen wird eine Autokorrektur, die auch Sonderzeichen einfügen kann.

Wer die Unterstützung des Dateisystems ZFS noch als sensationelle Neuentdeckung verkauft, der hat die letzten Wochen verschlafen. Im Vergleich sensationell mag da sein, dass Apple anscheinend die Data Detector-Technik ausbauen will: Sie könne nicht mehr nur Adressen und Termine in Mails zu erkennen, schreibt RoughlyDrafted, sie komme jetzt auch in der Schriftenverwaltung des Betriebssystems zum Einsatz. Dort soll sie erkennen, wenn eine Datei eine abgewählte Schrift benötigt und sie automatisch aktivieren. "Five undisclosed features of Apple's Mac OS X Snow Leopard", titeln die Gerüchteköche der amerikanischen Fastfood-Butze AppleInsider. Undisclosed, unveröffentlicht, geheim - danach lechzt die Seele des Mac-Fans. Wenn es doch nur Neuerungen wären.

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