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Apple-Ingenieure stellen Webkit2 vor

12.04.2010 | 06:25 Uhr |

Googles Webbrowser Chrome hat das Konzept schon vorgestellt: Webinhalte werden in getrennten Prozessen gehalten und ein Absturz nimmt nur den Inhalt eines Tabs mit. Webkit2 teilt nun die Prozesse bereits auf Framework-Ebene auf und verspricht völlig neue Stabilität und Sicherheit.

Dank der Vorstellung von Apples iPhone-OS 4.0 am letzten Donnerstag bleib eine weitere Ankündigung fast unbemerkt. Apples Entwickler Anders Carlsson und Sam Weinig haben in einer E-Mail an alle Webkit-Anwender die neue Framework-Version Webkit2 vorgestellt.

Webkit ist eine Open-Source-Engine, die Apple zum Beispiel in Safari und Safari Mobile einsetzt. Neben einer ganzen Reihe von Mac-Anwendungen, die intern Webbrowser verwenden, wie Net News Wire, basieren auch Googles Webbrowser Chrome, Nokias Smartphones der Symbian-Serie und Palms Web-OS für das Pre auf Webkit.

"Die Weiterentwicklung Webkit2 ist von Grund auf überarbeitet und unterstützt das Split-Prozess-Modell, d.h. ein Konzept, in dem Webinhalte wie Javascript oder HTML bereits im Framework selbst in getrennten Prozessen gehandhabt wird.", beschreiben die Ingenieure von Apple.

Google Chrome setzt die gleiche Idee ein: Falls eine Webseite in einem Tab abstürzt, bleiben die Webseiten in den anderen Tabs unbeeinträchtigt. Webkit2 baute nun das Konzept direkt in das Framework ein und erreicht für all seine Anwendungen automatisch die Stabilität und Sicherheit, die Google in Chrome noch selbst einbauen musste.

Webkit2 ist nicht mit der API für Webkit kompatibel, d.h Anwendungen für das neue Framework müssen umgeschrieben werden. Laut dem Webkit2-Wiki soll aber "bald ein Webbrowser zum Austesten von Webkit2" veröffentlicht werden. Für Endanwender, die mit jeden Browserabsturz beliebige Daten in weiteren Fenster und Tabs verlieren, kann dieses "bald" gar nicht schnell genug kommen.

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