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Macwelt 4/06 seit 1. März am Kiosk

01.03.2006 | 14:45 Uhr |

Der erste Mac-Virus treibt sein Unwesen. Kein Grund zur Panik, aber Anlass, die richtigen Schutzmechanismen einzurichten. Hilfestellung gibt es darüber hinaus beim Intel-Umstieg, bei Startproblemen, und für Netze, in denen Macs und PCs zusammen arbeiten sollen. Auf CD: Rettungs-CD mit startfähigem System und Demo Data Rescue II sowie Vollversion Linotype Font Explorer .

Macwelt Titel 4/06
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Es klang ein bisschen nach der Vertreibung von Adam und Eva aus dem Paradies. Als sich Mitte Februar die Nachricht wie ein Lauffeuer im Internet verbreitete, es gebe den ersten erfolgreichen Virus für Mac-OS X, wollte es niemand so recht wahrhaben. Spekulationen wurden angestellt, alles sei nur ein Scherz, allenfalls ein "Proof of Concept", wie es ihn schon einmal gegeben hat. Apple selbst mochte allenfalls von "Malware" sprechen, selbst ausgewiesene Experten scheuten sich davor, das Kind beim Namen zu nennen. Erst die gesammelte Expertise mehrerer anerkannter Fachleute vermochte die Mac-Gemeinde zu überzeugen - es ist ein Virus, auch wenn ihn einige immer noch lieber als Trojaner oder als Wurm bezeichnen, vielleicht, weil zumindest letzterer besser zum Apfel passt.

Nun steht es also fest: OSX/Leap-A hat die zweifelhafte Ehre, der erste je für Mac-OS X erfolgreich in Umlauf gebrachte Virus zu sein. Und er fand eine geradezu sagenhaft schnelle Verbreitung - wenn auch nicht als Virus selbst, so doch zumindest als Nachricht im Internet. Denn sich selbst kann der Virus praktisch nicht verbreiten, dazu ist er viel zu harmlos, und großen Schaden richtet er auch nicht an. Zudem muss man ihn praktisch selbst installieren, damit er überhaupt etwas tun kann.

Spott über das Würmchen, das sich da an den Apfel wagt, ist dennoch nicht angebracht. Denn jeder fängt einmal klein an, und wer auch immer und aus welchen Gründen Leap-A programmiert und in Umlauf gebracht hat, er wird Nachahmer finden, die sein Konzept "verbessern". Die Zeiten, wo man sich mit einem Mac keine Sorgen über Viren, Würmer und anderes Zeug machen musste, sind damit vorbei. Bedenkenloses Öffnen von Mail-Anhängen, Ausprobieren von jeder Datei aus dem Internet - das alles wird man nun tunlichst auch am Mac vermeiden.

Noch besteht freilich kein Grund zur Panik. Leap-A stellt keine Gefahr dar, ob und wann ein gefährlicherer Nachfolger auftaucht, ist völlig unklar. Ein paar Vorsichtsmaßnahmen (siehe Seite 16) sollte man dennoch ergreifen - und sei es nur, um Virenprogrammierern das Leben so schwer wie möglich zu machen.

Die Titelthemen der Macwelt 4/06

Virenangriff: So schützen Sie sich optimal

Intel-Umstieg: Was Sie vorher wissen sollten

Netz-Ärger: Mac und PC richtig verbinden

Startprobleme: So kriegen Sie jeden Mac flott

Die neuen Macbooks Pro

Mac-OS X 10.4.5

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