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Die größte Gefahr für Linux lauert im eigenen Lager

08.08.2003 | 11:19 Uhr |

Das laufende Gesetzgebungsverfahren des EU-Parlaments zu Softwarepatenten setzt Open-Source-Entwickler der Gefahr aus, verklagt zu werden

Die größte Bedrohung für Linux stellen nicht bekannte Gegner wie Microsoft oder SCO dar, sondern kommen aus dem eigenen Lager. Genauer von Seiten der größten Unterstützer des freien Betriebssystems. Die erklärte der Open-Source-Experte Bruce Perens auf einer Pressekonferenz auf der derzeit stattfindenden Linuxworld in San Francisco.

Der Mitbegründer der so genannten "Open Source Initiative" hob drei Unternehmen namentlich hervor: IBM, Red Hat sowie Hewlett-Packard. "SCO ist nichts im Vergleich zu der Bedrohung in Form von Software-Patenten, der sich Open-Source-Entwickler stellen müssen; ein Kampf, den wir verlieren werden", sagte Perens. Er verwies auf das laufende Gesetzgebungsverfahren des europäischen Parlaments, das erstmalig Software-Patente in der EU erlauben wird. In den USA werden derartige Patente seit den 80er Jahren vergeben.

Perens zeigte sich besorgt darüber, dass Linux-Entwickler, die Standard-Technologien in ihre Programme integrieren - beispielsweise Protokolle, die von der "Internet Engineering Task Force" als Internet-Standard definiert sind - der Gefahr ausgesetzt sind, aufgrund in diesen Standards enthaltener patentierter Technologien verklagt zu werden.

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